Weg 6: Synergien nutzen
Unterschiede kombinieren, sodass das Ganze größer ist als die Summe seiner Teile.
Why it works
Synergie behandelt Unterschiede zwischen Menschen – in Perspektive, Fähigkeit und Erfahrung – als Rohmaterial für Lösungen, die keine Partei allein erreichen würde, statt als Hindernisse. Der Hebel ist, dass jede Person nach Lösungen aus ihrem eigenen Rahmen sucht, und dieser Rahmen bestimmt, welche Optionen sie überhaupt sehen kann; jemand, der anderer Meinung ist als du, durchsucht per Definition einen anderen Bereich desselben Problems. Diese Suchen zu kombinieren, bringt Kandidatenantworten hervor, die keine der beiden Suchen allein hervorgebracht hätte – das meint Covey mit einer „dritten Alternative“. Das funktioniert nur, wenn der Unterschied intakt bleibt: Sobald du die andere Sicht auf deine herunterargumentierst, suchst du wieder in einem einzigen Rahmen, und ein Kompromiss teilt einen schrumpfenden Kuchen, statt eine neue Option zu finden.
How to do it
- Eine Meinungsverschiedenheit so angehen, dass die andere Sicht etwas enthält, das deiner fehlt.
- Explizit nach einer dritten Alternative suchen, die besser ist als beide Ausgangspositionen.
- Den Unterschied selbst als Quelle der besseren Lösung schätzen, nicht als zu unterdrückendes Problem.
Evidenz
Teilweise belegt: Forschung zu kognitiver Vielfalt zeigt, dass diverse, gut geführte Teams homogene bei komplexen Problemen übertreffen können. Aber Vielfalt hilft nur unter den richtigen Bedingungen; Coveys „1+1=3“-Rahmen überzeichnet einen bedingteren Befund. (observational)
Vielfalt erzeugt nicht automatisch Synergie und kann ohne psychologische Sicherheit und guten Prozess Konflikte verstärken; der Effekt ist bedingt, nicht garantiert.
Häufiger Fehler
Einen Kompromiss „Synergie“ zu nennen – sich mit einer verwässerten Mitte zu begnügen, während Synergie eine neue, bessere Option meint, die beide Ausgangspositionen übersteigt.
Übe das mit IX Coach
More practices for Die 7 Wege zur Effektivität, praktisch erklärt
- Weg 1: Proaktiv sein
Verantwortung für die eigenen Reaktionen übernehmen; handeln, was du beeinflussen kannst, nicht was dir widerfährt.
- Weg 2: Vom Ende her denken
Definiere, wie Erfolg aussieht, bevor du handelst – geleitet von einer persönlichen Mission.
- Weg 3: Das Wichtigste zuerst tun
Wichtige, aber nicht dringende Arbeit vor bloß Dringendem priorisieren – im Quadrant II leben.
- Weg 4: Gewinn/Gewinn denken
Beiderseitigen Nutzen in Interaktionen suchen, statt jede Situation als Gewinn/Verlust zu behandeln.
- Weg 5: Erst verstehen, dann verstanden werden
Mit der Absicht zuzuhören, zu verstehen, bevor du deinen eigenen Standpunkt machst.
- Weg 7: Die Säge schärfen
Regelmäßig Körper, Geist, Herz und Seele erneuern, damit die anderen Gewohnheiten laufen können.