Eine Stopp-Liste erstellen, nicht nur eine To-do-Liste für nächstes Jahr

Was du im nächsten Jahr aufhörst zu tun, ist genauso wichtig wie das, was du beginnst.

Why it works

Die Jahresrückschau erzeugt üblicherweise eine Liste neuer Verpflichtungen für nächstes Jahr, zusätzlich zu bestehenden. Ohne Dinge zu identifizieren, die aufgegeben werden, konkurrieren die neuen Verpflichtungen mit anhaltenden alten um dieselbe begrenzte Zeit und Aufmerksamkeit. Eine Stopp-Liste schafft die Kapazität für die neuen Verpflichtungen, indem Aktivitäten, Verpflichtungen oder Beziehungen, die nicht mehr dienen, explizit ausrangiert werden.

How to do it

  1. Die „Was lief nicht gut“-Liste durchgehen und fragen: Welche Aktivitäten, Gewohnheiten oder Verpflichtungen trugen zu diesen Ergebnissen bei?
  2. Verpflichtungen auflisten, die du aus Trägheit, Verpflichtungsgefühl oder Sunk-Cost-Denken fortgeführt hast, statt aus echtem Wert.
  3. Für jeden Stopp-Punkt den konkreten Mechanismus zum Aufhören identifizieren (Verlängerungen ablehnen, ein Enddatum setzen, ein Gespräch führen).
  4. Das Aufhören einplanen, nicht nur das Beginnen.

Evidenz

Forschung zu Ressourcenerschöpfung und Zielkonflikten stützt den Wert, konkurrierende Verpflichtungen zu eliminieren, wenn neue Ziele hinzukommen. Sunk-Cost-Denken ist als Treiber fortgesetzter Investition in geringwertige Aktivitäten gut dokumentiert. (observational)

Die Stopp-Liste ist ein Praktiker-Werkzeug; die zugrunde liegenden Mechanismen (Zielkonflikt, Ressourcenerschöpfung) sind empirisch fundiert.

Häufiger Fehler

Die Stopp-Liste als theoretisch zu behandeln (Dinge zum Aufhören benennen, ohne einen konkreten Mechanismus, um sie tatsächlich zu stoppen), wodurch die Verpflichtungen im Kalender bleiben.

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