Die GROW-Schleife mit Sitzungsrückblick schließen
Überprüfen Sie zu Beginn der nächsten Sitzung, was zugesagt wurde und was tatsächlich passiert ist, bevor Sie ein neues Ziel setzen.
Why it works
Ohne strukturierten Rückblick wird die Willensstufe symbolisch – gute Absichten, die zwischen den Sitzungen verdunsten. Die nächste Sitzung mit einer faktischen Rückmeldung zu beginnen, schafft Verantwortlichkeit ohne Scham: Das Gespräch dreht sich darum, was passiert ist und was gelernt wurde, nicht darum, ein Urteil zu fällen. Diese Rückkopplungsschleife lehrt die gecoachte Person außerdem, zu bemerken, welche Bedingungen zu Umsetzung versus Vermeidung geführt haben.
How to do it
- Beginnen Sie jede Sitzung: „Letztes Mal haben Sie sich zu X bis [Datum] verpflichtet – was ist passiert?"
- Hören Sie sich die Darstellung ohne Bewertung an; fragen Sie, was die Person aus dem Ergebnis gelernt hat, unabhängig davon, wie es ausging.
- Ist die Handlung passiert: „Was hat es möglich gemacht?" (die Bedingungen verstärken).
- Ist sie nicht passiert: „Was stand im Weg?" (die Lücke diagnostizieren, dann die Willensstufe überarbeiten).
Evidenz
Verantwortlichkeits-Rückblick – der Vergleich von Absicht und Handlung und das Lernen aus der Lücke – steht im Einklang mit Forschung zu Rückkopplungsschleifen bei Verhaltensänderung und mit der Praxis von Nachbesprechungen in organisationalen Kontexten. (clinical)
Der spezifische Nutzen des Sitzungseröffnungs-Rückblicks im Coaching ist Praxiskonsens; systematische Evidenz für die Praxis als isolierte Intervention ist begrenzt.
Häufiger Fehler
Jede neue Sitzung frisch zu beginnen, ohne die vorherige Verbindlichkeit zu überprüfen – das signalisiert, dass die Willensstufe nie wirklich ernst gemeint war, und untergräbt die Verbindlichkeit über die Sitzungen hinweg allmählich.
Übe das mit IX Coach
More practices for Das GROW-Coaching-Modell, praktisch angewendet
- Das Ziel präzise klären
Legen Sie genau fest, was die Person erreichen will – nicht das vorgetragene Thema, sondern das konkrete, selbst getragene Ergebnis.
- Die Realität mit neugieriger, nicht wertender Nachfrage abbilden
Bauen Sie ein genaues, konkretes Bild der aktuellen Situation, bevor Sie zu Lösungen springen.
- Optionen generieren, bevor eine bewertet wird
Brainstormen Sie alle möglichen Wege, bevor Sie bewerten – dann engt die gecoachte Person, nicht der Coach, sie ein.
- Eine konkrete Willens-Verbindlichkeit aufbauen
Wandeln Sie die gewählte Option in eine konkrete nächste Handlung mit Datum um und fragen Sie „was werden Sie tun?", nicht „was werden Sie versuchen?"
- Wirkungsvolle offene Fragen in jeder Stufe
Stellen Sie Fragen, die zum Denken einladen, nicht solche, die Antworten nahelegen – und fragen Sie mehr, als Sie sagen.
- Hindernis-Vorwegnahme vor dem Abschluss
Fragen Sie vor dem Ende: „Was könnte im Weg stehen?", und planen Sie die Reaktion vor.