Flash-Tonglen im Moment der Begegnung mit Leid nutzen

Ein einziges Einatmen von jemandes Schmerz und ein Ausatmen von Wohlwollen ist ein vollständiger Akt von Tonglen.

Why it works

Flash-Tonglen wendet die Kernbewegung – hin zum Leid statt weg davon – in Echtzeit an, ohne eine formale Sitzsitzung zu erfordern. Die kurze Unterbrechung des natürlichen Impulses, von Leid wegzuschauen, trainiert die zugrunde liegende Haltung; wiederholte informelle Praxis generalisiert die Fähigkeit ins tägliche Leben, so wie spontanes Metta formales Wohlwollenstraining generalisiert.

How to do it

  1. Wenn Sie jemandem in sichtbarer Not begegnen – auf der Straße, in einer Besprechung, im Gespräch – atmen Sie einmal für diese Person ein.
  2. Senden Sie beim Ausatmen, was ihr vorstellbar Erleichterung bringen würde.
  3. Es sind keine Formulierungen nötig; der Atem selbst trägt die Absicht.

Evidenz

Informelle Mitgefühlspraktiken, die formales Training ins Alltagsleben ausweiten, werden durch Verhaltens- und Selbstberichtsmaße gestützt, die Generalisierungseffekte über formale Sitzungen hinaus zeigen. Fredrickson et al. (2008) fanden, dass Wohlwollensmeditation Zunahmen alltäglicher positiver Emotionen erzeugte, die wiederum dauerhafte persönliche Ressourcen aufbauten – Belege dafür, dass kurze, wiederholte Wohlwollenspraxis sich zu bleibendem Wandel außerhalb formaler Sitzungen verdichten kann. (anecdotal)

Flash-Tonglen als spezifische informelle Praxis ist Anleitung von Praktizierenden; die direkte Messung der Effekte informeller Mitgefühlspraxis ist begrenzt.

Quellen

Häufiger Fehler

Flash-Tonglen als kurze Darbietung von Mitgefühl ohne echte Beteiligung nutzen – ein Atemzug ohne wirkliche Bereitschaft, das Unbehagen aufzunehmen. Die Praxis erfordert selbst in diesem Moment echten Kontakt mit der Realität des Schmerzes der anderen Person.

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