Deine Tugenden in eine Praxisgemeinschaft einbetten

Die Tugenden, die für Exzellenz in einer ernsthaften Praxis (Handwerk, Sport, Beziehung) nötig sind, sind echte Tugenden – finde die Praxis, die sie hervorruft.

Why it works

MacIntyre argumentiert, dass Tugenden am besten innerhalb von „Praktiken“ entwickelt werden – kohärenten, komplexen Formen von Tätigkeit mit internen Exzellenzstandards, wie Medizin, Schach, Landwirtschaft oder Elternschaft. Eine Praxis konfrontiert dich mit Standards, die du nicht erfunden hast, die deinen Abkürzungen widerstehen und die Tugenden erfordern, um ihnen zu begegnen. Tugenden, die innerhalb einer Praxis entwickelt werden, sind echt – nicht für soziale Anerkennung performt, sondern gegen echten Widerstand geprüft.

How to do it

  1. Identifiziere eine ernsthafte Praxis in deinem Leben mit echten internen Exzellenzstandards – eine, bei der Qualität nicht von dir definiert wird.
  2. Benenne die Tugenden, die die Praxis erfordert (Ehrlichkeit, Geduld, Präzision, Mut).
  3. Engagiere dich bewusst mit den schwierigsten Teilen der Praxis – jenen, die die Tugenden erfordern –, statt in bequemer Kompetenz zu bleiben.
  4. Lass die Praxis dir Feedback über deinen Charakter geben, das du dir selbst nicht ausdenken würdest.

Evidenz

Dies ist ein philosophischer Rahmen (MacIntyre), keine empirisch geprüfte Intervention; Forschung zu bewusster Übung und Expertenentwicklung stützt die Idee, dass ernsthafte Praxis mit echten Standards robustere Fähigkeiten und Dispositionen aufbaut als Übung ohne Standards. (mechanistic)

Ericssons bewusste Übung betrifft Fertigkeit, nicht Tugend; die Übertragung auf Charakterentwicklung ist eine MacIntyre'sche Extrapolation, keine direkt geprüfte Behauptung.

Quellen

Häufiger Fehler

Sich nur dort in eine Praxis einzubringen, wo man bereits kompetent ist, was keinen Widerstand und damit keine Charakterentwicklung bietet.

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