Sorgen-Aufschub, praktisch angewendet

Warum das Eingrenzen von Sorgen auf ein festes Fenster hilft und wie man Sorgenzeit ohne Rückschlag nutzt

Was ist Sorgen-Aufschub und funktioniert er?

Sorgen-Aufschub, auch geplante „Sorgenzeit“ genannt, ist eine Reizkontroll-Technik: Statt zu sorgen, wann immer eine Sorge auftaucht, notierst du sie und verschiebst sie auf einen kurzen, festen Termin pro Tag. Es ist eine etablierte KVT-Technik für generalisiertes Sorgen, die dieselbe Reizkontrolllogik nutzt, die in der Schlafbehandlung bewiesen ist. Dies sind Selbsthilfe-Fähigkeiten für Alltagssorgen; bei anhaltender oder beeinträchtigender Angst nutze sie zusätzlich zu professioneller Unterstützung.

Chronisches Sorgen breitet sich aus, weil es überall und jederzeit verstärkt wird – am Schreibtisch, im Bett, mitten im Gespräch – bis der ganze Tag zum sorgenfähigen Terrain wird. Sorgen-Aufschub leiht sich den Reizkontrollansatz, der bei Schlaflosigkeit genutzt wird: Du trainierst den Reiz um, indem du Sorgen auf einen Ort und eine Zeit begrenzt, sodass der Rest des Tages aufhört, ein Sorgenauslöser zu sein. Unten stehen die Kernpraktiken, jeweils mit dem Mechanismus, der sie wirksam macht, und einer ehrlichen Einschätzung der Evidenz. Dies sind Fähigkeiten für Alltagssorgen; bei schwerer oder anhaltender Angst behandle sie als Ergänzung zu professioneller Betreuung.

Übungen

Übe das mit IX Coach

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