Erzeugen Sie eine ausgewogene Alternative
Ersetzen Sie den verzerrten Gedanken durch einen, der genauer und weiterhin glaubwürdig ist.
Why it works
Das Ziel von Reframing ist keine fröhliche Lüge, sondern eine genauere Bewertung — eine, die Ihr Verstand tatsächlich akzeptiert. Ein ausgewogener Gedanke, der die Schwierigkeit anerkennt, während er das Bild erweitert, verringert die emotionale Intensität gerade deshalb, weil er glaubwürdig ist. Neubewertung verändert Emotion an der Quelle, indem sie die Bedeutung verändert, weshalb sie tendenziell dauerhafter ist als Unterdrückung.
How to do it
- Entwerfen Sie einen alternativen Gedanken, der zu den Beweisen passt, die Sie gerade gesammelt haben.
- Prüfen Sie, ob Sie ihn zumindest teilweise wirklich glauben — ein Gedanke, den Sie ablehnen, verändert nichts.
- Bewerten Sie Ihre Emotion neu, um zu sehen, ob die neue Bewertung sie verschoben hat.
Evidenz
Kognitive Neubewertung ist eine der am besten erforschten Emotionsregulationsstrategien, allgemein mit geringerer negativer Emotion und besserem Wohlbefinden assoziiert als Strategien wie expressive Unterdrückung. Eine Meta-Analyse zu Strategien aus dem Prozessmodell der Emotionsregulation findet, dass Neubewertung zuverlässig emotionale Ergebnisse verschiebt. (rct)
Neubewertung ist breit wirksam, aber nicht universell die beste; bei unkontrollierbaren Situationen kann Akzeptanz besser dienen als Reframing.
Quellen
- Gross, J. J. (2002). Emotion regulation: Affective, cognitive, and social consequences. Psychophysiology, 39(3), 281-291.
- Webb, T. L., Miles, E., & Sheeran, P. (2012). Dealing with feeling: A meta-analysis of the effectiveness of strategies derived from the process model of emotion regulation. Psychological Bulletin, 138(4), 775-808.
- Troy, A. S., Shallcross, A. J., & Mauss, I. B. (2013). A person-by-situation approach to emotion regulation: Cognitive reappraisal can either help or hurt, depending on the context. Psychological Science, 24(12), 2505-2514.
Häufiger Fehler
Nach erzwungener Positivität zu greifen („alles ist gut!“), die Sie nicht glauben, was der Verstand ablehnt und die sich entwertend anfühlen kann — toxische Positivität ist kein Reframing.
Übe das mit IX Coach
More practices for Kognitives Reframing — praktisch erklärt
- Fangen Sie den automatischen Gedanken ein
Bemerken Sie die sofortige, ungeprüfte Interpretation, die feuerte, bevor Sie irgendetwas umformulieren.
- Benennen Sie die kognitive Verzerrung
Ordnen Sie den Gedanken einer bekannten Denkfalle zu — Katastrophisieren, Gedankenlesen, Alles-oder-nichts.
- Prüfen Sie die Beweise dafür und dagegen
Testen Sie den Gedanken wie eine Hypothese: Was spricht tatsächlich dafür, was dagegen?
- Decatastrophisieren Sie den schlimmsten Fall
Verfolgen Sie die Angst bis zu ihrem Ende und fragen Sie „und dann — könnte ich damit umgehen?“
- Reframen Sie Stress als Herausforderung
Lesen Sie Ihr rasendes Herz als Ihren Körper, der sich bereit macht, nicht als Beweis, dass etwas nicht stimmt.