Deinen Stil bewusst wählen
Die eigentliche Fertigkeit ist kein Lieblingsstil – es ist, den Stil zur Situation passen zu lassen statt standardmäßig zurückzugreifen.
Why it works
Jeder Stil ist irgendwo adaptiv und woanders maladaptiv; das Versagen ist Starrheit – den eigenen Standardmodus unabhängig von der Passung zu nutzen. Bewusstsein für den eigenen Reflexstil aufzubauen und bewusst basierend auf Einsätzen, Zeit, Beziehungsbedeutung und Macht zu wählen, lässt dich auf die Situation statt auf die Gewohnheit reagieren. Bandbreite, nicht ein einzelner "richtiger" Stil, unterscheidet erfahrene Konfliktbewältigerinnen.
How to do it
- Deinen Standardstil identifizieren und die Situationen, in denen er nach hinten losgeht.
- Vor dem Engagement fragen: Wie sehr zählt das Thema, wie sehr zählt die Beziehung, wie viel Zeit ist da?
- Bewusst deine schwächsten Stile üben, damit du nicht mit einem einzigen Werkzeug feststeckst.
Evidenz
Die Kontingenz-Idee – kein einziger Stil ist universell am besten, Passung zur Situation zählt – ist die Kernprämisse des Thomas-Kilmann-Modells und breiterer Kontingenzsichten auf Konflikt. Es ist eine Behauptung auf Rahmen-Ebene statt eine getestete Intervention, daher mechanistisch. (mechanistic)
Selbsteinschätzung des eigenen Standardstils ist unvollkommen; Menschen beurteilen oft falsch, wie sie sich tatsächlich in Konflikten verhalten.
Häufiger Fehler
Den eigenen dominanten Stil als Persönlichkeit behandeln ("ich bin einfach kein konfrontativer Mensch") und nie die Bandbreite aufbauen, um die anderen zu nutzen, wenn die Situation es verlangt.
Übe das mit IX Coach
More practices for Die fünf Konfliktlösungsstile
- Wettbewerb (durchsetzungsstark, unkooperativ)
Die eigene Position entschieden verfolgen, wenn Geschwindigkeit, Prinzip oder Einsätze die Beziehungskosten überwiegen.
- Anpassung (kooperativ, nicht durchsetzungsstark)
Den Bedürfnissen der anderen Person nachgeben, wenn das Thema ihr weit mehr bedeutet als dir.
- Vermeidung (nicht durchsetzungsstark, unkooperativ)
Den Konflikt umgehen oder aufschieben, wenn das Timing schlecht ist oder das Thema es nicht wert ist, engagiert zu werden.
- Kompromiss (moderat bei beidem)
Die Differenz teilen, wenn eine schnelle, faire, ausreichend gute Lösung besser ist, als auf die perfekte zu warten.
- Zusammenarbeit (durchsetzungsstark und kooperativ)
Die dahinterliegenden Interessen bearbeiten, bis du eine Lösung findest, die die Bedürfnisse beider Seiten wirklich erfüllt.