Deinen Stil bewusst wählen

Die eigentliche Fertigkeit ist kein Lieblingsstil – es ist, den Stil zur Situation passen zu lassen statt standardmäßig zurückzugreifen.

Why it works

Jeder Stil ist irgendwo adaptiv und woanders maladaptiv; das Versagen ist Starrheit – den eigenen Standardmodus unabhängig von der Passung zu nutzen. Bewusstsein für den eigenen Reflexstil aufzubauen und bewusst basierend auf Einsätzen, Zeit, Beziehungsbedeutung und Macht zu wählen, lässt dich auf die Situation statt auf die Gewohnheit reagieren. Bandbreite, nicht ein einzelner "richtiger" Stil, unterscheidet erfahrene Konfliktbewältigerinnen.

How to do it

  1. Deinen Standardstil identifizieren und die Situationen, in denen er nach hinten losgeht.
  2. Vor dem Engagement fragen: Wie sehr zählt das Thema, wie sehr zählt die Beziehung, wie viel Zeit ist da?
  3. Bewusst deine schwächsten Stile üben, damit du nicht mit einem einzigen Werkzeug feststeckst.

Evidenz

Die Kontingenz-Idee – kein einziger Stil ist universell am besten, Passung zur Situation zählt – ist die Kernprämisse des Thomas-Kilmann-Modells und breiterer Kontingenzsichten auf Konflikt. Es ist eine Behauptung auf Rahmen-Ebene statt eine getestete Intervention, daher mechanistisch. (mechanistic)

Selbsteinschätzung des eigenen Standardstils ist unvollkommen; Menschen beurteilen oft falsch, wie sie sich tatsächlich in Konflikten verhalten.

Häufiger Fehler

Den eigenen dominanten Stil als Persönlichkeit behandeln ("ich bin einfach kein konfrontativer Mensch") und nie die Bandbreite aufbauen, um die anderen zu nutzen, wenn die Situation es verlangt.

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