Zusammenarbeit (durchsetzungsstark und kooperativ)

Die dahinterliegenden Interessen bearbeiten, bis du eine Lösung findest, die die Bedürfnisse beider Seiten wirklich erfüllt.

Why it works

Zusammenarbeit maximiert beide Achsen: Man hält die eigenen Bedürfnisse fest, während man sich vollständig mit denen der anderen Person auseinandersetzt, gräbt unter erklärte Positionen zu den dahinterliegenden Interessen, wo kreative Win-Win-Lösungen liegen. Sie erzeugt die besten Ergebnisse und stärksten Beziehungen, kostet aber am meisten Zeit und Vertrauen, weshalb sie für Themen reserviert wird, die wichtig genug sind – und Beziehungen, die dauerhaft genug sind –, um die Investition zu rechtfertigen.

How to do it

  1. Die Interessen hinter jeder Position aufdecken ("warum ist dir das wichtig?"), nicht nur die Forderungen.
  2. Es als gemeinsames Problem zum Lösen behandeln statt als Wettkampf zum Gewinnen.
  3. Die Zeit investieren – Zusammenarbeit scheitert, wenn sie in einen verkappten Kompromiss gehetzt wird.

Evidenz

Der Zusammenarbeits-/Integrations-Modus richtet sich stark an interessenbasierter Verhandlungsforschung aus (dem integrativen Mutual-Gains-Ansatz), die echte Unterstützung dafür hat, bessere gemeinsame Ergebnisse zu erzeugen als positionelles Verhandeln. Das TKI-Etikett selbst stammt aus einem Selbstbericht-Modell. (observational)

Zusammenarbeit ist kostspielig und nicht immer gerechtfertigt; bei trivialen oder zeitkritischen Themen ist sie übertrieben, und sie erfordert guten Willen von beiden Seiten.

Quellen

  • Fisher & Ury, "Getting to Yes" — interest-based (integrative) negotiation; negotiation research on integrative vs. distributive outcomes

Häufiger Fehler

Einen schnellen Kompromiss "Zusammenarbeit" nennen – die Differenz bei Positionen teilen, ohne je die dahinterliegenden Interessen zu erkunden, wo der echte Win-Win liegt.

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