Den katastrophisierenden Gedanken entschärfen

Dem „was wäre wenn“ mit einem neutralen „na und / wie auch immer“ begegnen, statt zu argumentieren oder es zu glauben.

Why it works

Angst eskaliert, wenn ein beängstigender Gedanke als dringend und glaubwürdig behandelt wird, was Aufmerksamkeit und Bedrohungsbewertung darauf lenkt. Entschärfen schafft Distanz: Man bemerkt den Gedanken als bloßen Gedanken, nicht als Tatsache oder Befehl, sodass er die Ladung verliert, die die Spirale antreibt. Das ist derselbe Hebel, den kognitive Defusion in der akzeptanzbasierten Arbeit nutzt.

How to do it

  1. Kommt ein „was wäre wenn“, mit einem flachen „wie auch immer“ oder „soll sein“ antworten statt mit Beruhigung.
  2. Nicht mit dem Gedanken debattieren oder Gewissheit suchen — das hält ihn im Mittelpunkt.
  3. Den Gedanken vorbeiziehen lassen, während man die Aufmerksamkeit zurück zur aktuellen Tätigkeit lenkt.

Evidenz

Entschärfen deckt sich mit kognitiver Defusion in der Akzeptanz- und Commitment-Arbeit, wo Gedanken locker zu halten statt gegen sie zu kämpfen mit verringertem Leidensdruck verbunden ist. (mechanistic)

Das DARE-Branding ist Praktikerrahmung; das zugrunde liegende Akzeptanz-/Defusionsprinzip ist breiter gestützt, und die Effekte variieren je nach Person und Übung.

Quellen

Häufiger Fehler

Versuchen, durch Herunterargumentieren des Gedankens oder Suchen von Beruhigung zu entschärfen — das ist nur getarnter Widerstand und hält den Gedanken wichtig.

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