Auf das Gefühl zulaufen

Aktiv mehr von der Angst einladen, statt nervös darauf zu warten, dass sie vergeht.

Why it works

Sich auf Angst zu wappnen hält einen wachsam und bestätigt, dass das Gefühl ein zu überwachender Feind ist. Bewusst mehr davon zu fordern — sogar mit Neugier oder spielerischem Trotz — bricht die Vermeidung, die die Angst aufrechterhält, denn man kann nicht gleichzeitig etwas fürchten und willkommen heißen. Das ist Exposition, nach innen gerichtet, auf die Empfindungen selbst.

How to do it

  1. (Still oder laut) „gib mir mehr — ich kann das“ zur Empfindung sagen.
  2. Neugierig auf das Gefühl werden, statt sich davor zu schützen.
  3. Aufschwünge als Übungsdurchgänge behandeln, nicht als Rückschläge, wenn sie kommen.

Evidenz

Sich gefürchteten inneren Empfindungen zuzuwenden statt sie zu vermeiden ist der Mechanismus hinter interozeptiver Exposition, einer gut etablierten Komponente der Angstbehandlung. (mechanistic)

Die „Zulaufen“-Rahmung deckt sich mit Expositionsprinzipien; das als Selbsthilfefähigkeit tun und bei schwerer oder wiederkehrender Panik professionelle Begleitung suchen.

Quellen

Häufiger Fehler

Die Worte sagen, während man sich innerlich weiter anspannt und heimlich hofft, dass das Gefühl verschwindet — halbherzige Einladung hält die Vermeidung intakt.

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