Die eigene Bitte oder Ablehnung direkt und konkret behaupten

Genau um das bitten, was man will, oder nein sagen — ohne Zögern, Andeuten oder Verstecken der Bitte.

Why it works

Indirekte Bitten („es wäre schön, wenn …“) oder versteckte Ablehnungen („ich bin gerade ziemlich beschäftigt, aber vielleicht …“) scheitern, weil die andere Person sie tatsächlich übersehen kann, und dann bleiben beide Seiten ohne Klärung. Eine direkte, konkrete Behauptung gibt der anderen Person etwas Konkretes, worauf sie reagieren kann. Konkretheit verringert Mehrdeutigkeit, die die andere Person ausnutzen kann („mir war nicht klar, dass du das meintest“), und verringert die Angst der sprechenden Person, ob die Botschaft ankam.

How to do it

  1. Die konkrete Bitte oder Ablehnung in klarer Sprache formulieren: „Ich möchte, dass du …“ oder „Ich kann nicht …“
  2. Es kurz halten — die Bitte sollte ein Satz sein.
  3. Qualifizierer vermeiden, die die Behauptung untergraben: „vielleicht“, „wenn es nicht zu viel Mühe macht“, „wann immer du Zeit hast“ (außer man meint sie wirklich).

Evidenz

Selbstbehauptung ist über mehrere Forschungstraditionen hinweg mit verbesserten Ergebnissen in Verhandlung und zwischenmenschlicher Konfliktlösung verbunden. Direkte Bitten erzeugen über ein breites Spektrum sozialer Situationen hinweg klarere Ergebnisse als indirekte. (observational)

Der kulturelle Kontext ist bedeutsam: Direktheit, die in einem kulturellen Umfeld als selbstbewusst gelesen wird, liest sich in einem anderen als aggressiv oder unhöflich; entsprechend kalibrieren.

Quellen

Häufiger Fehler

Behaupten und dann sofort die Behauptung aus Unbehagen abschwächen („ich möchte, dass du das änderst, aber es liegt ganz bei dir, wie du willst“) — was Bitte und Rücknahme gleichzeitig sendet.

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