Nimm eine erste Bestandsaufnahme deiner Anteile vor

Benenne die wiederkehrenden inneren Stimmen, Emotionen und Reaktionen – einen pro Anteil – ohne Bewertung.

Why it works

Etwas zu benennen schafft Abstand zwischen dem Beobachter und dem Benannten. Wenn der innere Kritiker als "der Kritiker" benannt wird, statt als "ich" erlebt zu werden, kann er mit Neugier beobachtet werden, statt reflexhaft mit ihm identifiziert zu werden. Diese kognitive Defusion ist der grundlegende Mechanismus: Sie macht den Rest der Anteile-Arbeit möglich, indem sie den erfahrungsmäßigen Abstand schafft, aus dem heraus das Selbst wirken kann.

How to do it

  1. Nimm dir 20 Minuten mit Papier oder einem Tagebuch.
  2. Liste jeden wiederkehrenden emotionalen Zustand, jede innere Stimme oder jedes reaktive Muster auf, das dir auffällt – so viele, wie dir leicht einfallen.
  3. Gib jedem einen Arbeitsnamen, der seine Qualität oder Rolle einfängt (der Perfektionist, der Friedensstifter, der abgeschaltete Anteil).
  4. Widersteh der Versuchung, sie als gut oder schlecht zu bewerten; der erste Schritt ist einfach, die Besetzung zu sehen.

Evidenz

Naming and externalizing inner experiences overlaps with cognitive defusion and metacognitive awareness, both of which have supporting research; the IFS-specific parts inventory is a clinical practice within its emerging evidence base. (mechanistic)

The defusion mechanism has research support; the specific IFS parts inventory format has not been separately trialed.

Häufiger Fehler

Nur die Anteile aufzulisten, die dir missfallen, und dabei die Beschützer zu übersehen, auf die du dich verlässt (der Organisator, der soziale Vermittler), die genauso Teil des Systems sind und verstanden werden müssen.

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