Die Daten von der Erzählung trennen, die Sie darauf aufgebaut haben

Die rohen Fakten auflisten, dann die Geschichte auflisten, die Sie darüber gelegt haben — und prüfen, ob die Geschichte tatsächlich folgt.

Why it works

Daten und Erzählung fühlen sich untrennbar an, weil die Erzählung automatisch und sofort gebildet wird. Bis Sie bewusst auf Information zugreifen, ist die Geschichte bereits angeheftet. Sie zu trennen erfordert, explizit aufzulisten, was passiert ist (beobachtbare Ereignisse, messbare Fakten) versus was Sie daraus geschlossen haben (Kausalität, Charakter, Bedeutung). Die Lücke zwischen diesen beiden Listen ist, wo der Erzähltrugschluss lebt.

How to do it

  1. Eine Situation wählen, zu der Sie eine starke Meinung haben.
  2. Zwei Spalten schreiben: „Was ich beobachtet habe" (Verhaltensweisen, Ergebnisse, gesagte Worte) und „Was ich geschlossen habe" (Motive, Charakter, Ursachen).
  3. Fragen: „Folgt meine Schlussfolgerung tatsächlich aus der Beobachtung, oder füge ich sie hinzu?"

Evidenz

Die Unterscheidung Beobachtung/Schlussfolgerung ist ein klassisches Werkzeug im kritischen Denken und in der Sozialkognition. Forschung zum Attributionsfehler (Ross, 1977) zeigt, dass Schlussfolgerungen über Charakter und Motiv häufig hinzugefügt und mit Beobachtungen verwechselt werden. (mechanistic)

Häufiger Fehler

Schlussfolgerungen in die Spalte „Beobachtung" zu setzen, weil Sie fest daran glauben — die Regel ist nicht, was Sie glauben, sondern was Sie auf Video hätten aufzeichnen können.

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