Erlebnisse schenken, keine Gegenstände
Schenk jemandem ein gemeinsames Erlebnis, statt ihm ein Ding zu kaufen.
Why it works
Erlebniskäufe erzeugen dauerhafteres Glück als materielle, weil sie weniger der hedonischen Anpassung unterliegen, stärker in die persönliche Identität integriert und stärker mit Beziehungen verbunden sind. Wenn das Erlebnis geteilt wird, wird es außerdem zu einem Stück gemeinsamer Geschichte — etwas, das im Gespräch wieder aufgesucht werden kann, was den ursprünglichen Verbindungswert verstärkt.
How to do it
- Ersetze eine Geschenkidee durch eine gemeinsame Aktivität: eine Mahlzeit, einen Tagesausflug, einen Kurs, den ihr zusammen besucht.
- Wähle ein Erlebnis, das an etwas anknüpft, von dem du weißt, dass es der Person bereits wichtig ist.
- Benenne nach dem Erlebnis einen bestimmten Moment, den ihr euch beide erinnern werdet.
Evidenz
Erlebnis- vs. materieller Kauf und Glück ist gut repliziert: Erlebnisse widerstehen hedonischer Anpassung besser, und geteilte Erlebnisse verstärken sich durch Erinnerung und gemeinsame Erzählung. Caprariello und Reis (2013) isolierten den Grund: Es ist die Einbeziehung anderer Menschen, nicht die Erlebnisform an sich, die den Glücksvorteil antreibt — geteilte Erlebnisse übertreffen sowohl Solo-Erlebnisse als auch materielle Güter. (rct)
Manche materielle Geschenke (die Fähigkeiten erschließen oder Schmerz lindern) können Erlebnisse übertreffen; der Vorteil des Erlebnisschenkens ist eine Tendenz, keine absolute Regel.
Quellen
- Van Boven & Gilovich (2003), to do or to have? That is the question, Journal of Personality and Social Psychology
- Van Boven, L., & Gilovich, T. (2003). To do or to have? That is the question. Journal of Personality and Social Psychology, 85(6), 1193–1202.
- Caprariello, P. A., & Reis, H. T. (2013). To do, to have, or to share? Valuing experiences over material possessions depends on the involvement of others. Journal of Personality and Social Psychology, 104(2), 199–215.
- Kumar, A., & Gilovich, T. (2015). Some "thing" to talk about? Differential story utility from experiential and material purchases. Personality and Social Psychology Bulletin, 41(10), 1320–1331.
- Nicolao, L., Irwin, J. R., & Goodman, J. K. (2009). Happiness for sale: Do experiential purchases make consumers happier than material purchases? Journal of Consumer Research, 36(2), 188–198.
Häufiger Fehler
Erlebnisse als bessere Geschenkkategorie zu behandeln, dabei aber weiterhin solche zu wählen, die die andere Person allein erleben wird. Der geteilte Bestandteil ist es, der den Beziehungsgewinn antreibt.
Übe das mit IX Coach
More practices for Prosoziales Ausgeben: Warum Geben das Glück steigert
- Einer benannten, sichtbaren Person geben
Gib an jemand Bestimmtes, dessen Reaktion du sehen oder dir vorstellen kannst.
- Öfter kleine Beträge geben
Verteile Geben über häufige kleine Akte statt es für große aufzusparen.
- Auf eine Weise geben, die soziale Verbindung stärkt
Mach dein Geben zu einem Moment der Beziehung, nicht zu einer Transaktion.
- Proportional geben, um in einem Zustand des Überflusses zu bleiben
Gib auf einem Niveau, das großzügig wirkt, ohne Mangel auszulösen — damit du weiter geben kannst.
- Deine volle Aufmerksamkeit als Form prosozialen Ausgebens schenken
Behandle ungeteilte Aufmerksamkeit als Ressource, die du bewusst für eine andere Person aufwenden kannst.
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