Ihr aktuelles Flexibilitätsniveau einschätzen

Diagnostizieren Sie, von welchem Ende der Flexibilitäts-Inflexibilitäts-Achse aus Sie agieren, bevor Sie versuchen, sie zu verschieben.

Why it works

Inflexibilität nimmt zwei Hauptformen an: kognitive Fusion (von Gedanken beherrscht werden) und erlebnisbezogene Vermeidung (Verhalten um das Entkommen vor Gefühlen herum organisieren). Zu wissen, welche dominiert, leitet an, welche Praxis zu betonen ist. Ohne diese Kalibrierung wird Flexibilitätstraining generisch und verpasst den spezifischen Hebel, der für eine bestimmte Person in einem bestimmten Moment zählt.

How to do it

  1. Fragen Sie: "Wie oft hat in der letzten Woche ein Gedanke mein Verhalten gelenkt, auch wenn er meinen Werten widersprach?" (Fusions-Check.)
  2. Fragen Sie: "Wie oft habe ich eine Situation, ein Gefühl oder ein Gespräch vermieden, um Unbehagen zu verhindern?" (Vermeidungs-Check.)
  3. Bewerten Sie jeweils 0–10. Was höher liegt, ist gerade jetzt das dominante Hindernis für Flexibilität.
  4. Nutzen Sie diese Diagnose, um die nächste Übung auszuwählen.

Evidenz

Der AAQ-II (Acceptance and Action Questionnaire) ist ein validiertes Maß für psychologische Inflexibilität, das eine breite Palette von Ergebnissen vorhersagt; Selbsteinschätzung anhand seiner Konzepte ist ein klinischer erster Schritt in ACT. (observational)

Selbstberichtsdiagnose ist eine grobe Heuristik; die Einschätzung einer ausgebildeten Fachperson ist zuverlässiger, besonders bei erheblichen Symptomen.

Quellen

Häufiger Fehler

Annehmen, das Hindernis sei immer Vermeidung, obwohl Fusion bei vielen leistungsfähigen Menschen tatsächlich der größere Treiber ist — was zu Akzeptanzübung führt, wenn eigentlich Defusion nötig wäre.

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