Anerkennen: benenne, was schwer ist

Lege eine Hand auf dein Herz und sage: „Das ist ein Moment des Leidens.“

Why it works

Eine emotionale Erfahrung als Leid zu benennen aktiviert das Benennungssystem des Gehirns, das die Amygdala-Reaktivität leicht dämpft und die Unterdrückung verhindert, die einen Moment des Schmerzes in eine anhaltende Episode verwandelt. Die Hand-auf-dem-Herz-Geste aktiviert gleichzeitig somatosensorische Wärmesignale, die mit Fürsorge assoziiert sind, und bahnt den Selbstmitgefühlszustand an.

How to do it

  1. Halte inne und lege eine oder beide Hände sanft über dein Herz, wenn du Distress bemerkst.
  2. Sage still oder laut: „Das ist ein Moment des Leidens“ oder „Das tut gerade weh.“
  3. Lass die Anerkennung vollständig sein – widerstehe dem Drang, sie zu relativieren oder wegzuerklären.

Evidenz

Affektbenennung („benennen, um zu zähmen“) wurde in Neuroimaging-Studien mit reduzierter Amygdala-Reaktion verknüpft. Warme Berührungs-Selbstberuhigung hat sich in Laborparadigmen gezeigt, Cortisol und wahrgenommenen Stress zu senken. (observational)

Diese Mechanismen sind plausibel und einzeln untersucht; ihre Kombination in genau dieser Sequenz ist ein klinisches Paket statt ein unabhängig isoliertes Experiment.

Quellen

  • Lieberman et al. (2007), putting feelings into words reduces amygdala activity, Psychological Science
  • Porges (2011), polyvagal theory — touch activates the vagal brake

Häufiger Fehler

Über den Anerkennungsschritt hinwegzueilen, um zu den „freundlichen Worten“ zu kommen – ihn auszulassen lässt das Nervensystem im Verteidigungsmodus, und die Freundlichkeit landet hohl.

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