Ihr tatsächliches, ideales und Sollselbst kartieren

Schreiben Sie separate Beschreibungen von wer Sie sind, wer Sie sein wollen und wer Sie sich verpflichtet fühlen zu sein – dann vergleichen Sie sie.

Why it works

Die meisten Menschen tragen implizite Versionen aller drei Selbstleitbilder in sich, haben sie aber nie klar artikuliert. Der Akt, jedes separat aufzuschreiben, bringt die Struktur ins explizite Arbeitsgedächtnis, wo die Diskrepanzen gesehen statt nur gefühlt werden können. Entscheidend ist, dass die Kartierung aufdeckt, welche Art Diskrepanz wirkt – ideal oder soll –, was die angemessene Reaktion bestimmt. Undifferenzierte "Ich bin nicht gut genug"-Schleifen sind oft zwei verschiedene Probleme, die als eines behandelt werden.

How to do it

  1. Schreiben Sie in drei separaten Abschnitten 10 Eigenschaften oder Attribute auf, die beschreiben, (1) wie Sie jetzt tatsächlich sind, (2) wie Sie idealerweise sein wollen und (3) wie Sie sich basierend auf Pflichten und den Erwartungen anderer verpflichtet fühlen zu sein.
  2. Markieren Sie Eigenschaften, die in tatsächlich, aber nicht in ideal erscheinen (Ideallücke), und Eigenschaften, die in soll, aber nicht in tatsächlich erscheinen (Solllücke).
  3. Bemerken Sie den emotionalen Ton, wenn Sie jede Lücke betrachten: Niedergeschlagenheit/Traurigkeit signalisiert meist die Ideallücke; Angst/Schuld signalisiert meist die Solllücke.
  4. Bringen Sie die Karte in eine Coaching- oder Journaling-Sitzung, um die Quelle jeder Lücke zu untersuchen.

Evidenz

Higgins und Kollegen zeigten experimentell, dass das Grundieren von Idealselbst-Diskrepanzen niedergeschlagenheitsbezogenen Affekt erzeugte, während das Grundieren von Sollselbst-Diskrepanzen erregungsbezogenen Affekt erzeugte, was direkte Unterstützung für die spezifische Emotion-Lücke-Verknüpfung liefert. Higgins' grundlegende Formulierung der Theorie von 1987 formalisierte die tatsächlich/ideal/soll-Struktur, und Strauman & Higgins (1987) zeigten, dass diese Diskrepanzen automatisch aktiviert werden können, um Affekt außerhalb bewusster Wahrnehmung zu beeinflussen – was untermauert, warum es wichtig ist, die Karte explizit zu machen. (observational)

Laborparadigma mit Grundierung; die Verallgemeinerung auf klinische Ausmaße von Depression und Angst beinhaltet zusätzliche Faktoren jenseits der Diskrepanzstruktur.

Quellen

Häufiger Fehler

Das Ideal- und das Sollselbst zu einer Liste zu vermischen, was es unmöglich macht, die niedergeschlagenheits- von den angstverursachenden Diskrepanzen zu unterscheiden, und zu undifferenzierten Selbstverbesserungsbemühungen führt.

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