Selbsttranszendenz: Über das Selbst hinaus
Die Maslow-Frankl-Idee, dass Sinn außerhalb deiner selbst gefunden wird, praktisch gemacht
Was ist Selbsttranszendenz, und wie kultiviert man sie?
Selbsttranszendenz ist die Verlagerung des Fokus von den eigenen Bedürfnissen hin zu etwas Größerem – andere Menschen, eine Sache, das Heilige oder das Leben selbst – und wird in der Forschung durchweg mit Sinn und Wohlbefinden verknüpft. Sie zu kultivieren geht weniger um erhabene Erfahrungen als darum, Aufmerksamkeit und Anstrengung regelmäßig nach außen zu richten; die folgenden Praktiken sind gut fundiert, wenngleich ein Großteil der direkten Evidenz beobachtend ist.
Spät in seinem Leben fügte Abraham Maslow eine Stufe über der Selbstverwirklichung hinzu: Selbsttranszendenz, der Drang, sich mit etwas jenseits des Selbst zu verbinden. Viktor Frankl vertrat aus den Lagern denselben Fall – dass Sinn in der Hingabe an eine Sache oder eine andere Person gefunden wird, nicht in Selbstfokussierung, und dass Glück daraus folgt, statt direkt verfolgt zu werden. Dieses Konzept verwandelt diese Traditionslinie in konkrete Praktiken, jede mit dem dahinterstehenden Mechanismus und einer ehrlichen Evidenzbewertung.
Übungen
- Dich einer Sache jenseits deiner selbst widmen
Widme Zeit und Anstrengung etwas Größerem als deinen eigenen Interessen.
- Großzügigkeit und Geben an andere
Nutze Zeit, Geld oder Aufmerksamkeit zum Nutzen anderer statt für dich selbst.
- Verbindung zur Natur und der größeren lebendigen Welt
Verbringe reflektierte Zeit in der Natur, um Teil von etwas Größerem als dir selbst zu fühlen.
- Kontemplation, Gebet oder Meditation auf das Größere hin
Nutze eine kontemplative Praxis, um kurz die Grenze des Selbst aufzulösen.
- Generativität: In das investieren, was dich überdauert
Investiere in die nächste Generation oder in Arbeit, die dich überlebt.
- Sich in vertiefender, sinnvoller Aktivität verlieren
Werde so vertieft in sinnvolle Aktivität, dass Selbstbewusstsein abfällt.