Umformulieren statt abschreiben

Erfassen Sie Ideen in eigenen Worten statt die Quelle abzuschreiben.

Why it works

Umformulieren erfordert, das Original zu dekodieren, seine Bedeutung im Arbeitsgedächtnis zu halten und es dann in neuer Sprache neu zu kodieren – ein Prozess, der mehrere unterschiedliche Gedächtnisspuren erzeugt. Wortwörtliches Abschreiben ist größtenteils motorisches Verhalten: Die Wörter bewegen sich von der Seite durch die Hand mit minimaler semantischer Verarbeitung. Umformulieren ist Generieren; Abschreiben ist Transkribieren.

How to do it

  1. Lesen Sie eine Passage oder Erklärung vollständig, bevor Sie etwas schreiben.
  2. Schließen oder verdecken Sie die Quelle.
  3. Schreiben Sie die Idee in eigenen Worten, streben Sie Ihr natürliches Vokabular an, nicht das des Autors.
  4. Kehren Sie zur Quelle nur zurück, um Genauigkeit zu prüfen – nicht um Lücken zu füllen, die Sie nicht erfasst haben.

Evidenz

Umformulieren bezieht sich auf die breitere Literatur zu elaborativer Kodierung und Verarbeitungstiefe (Craik & Lockhart, 1972): Die Verarbeitung von Bedeutung erzeugt stärkere, dauerhaftere Gedächtnisspuren als die Verarbeitung von Oberflächenform. Umformulieren ist eine direkte Anwendung semantischer Verarbeitung. (observational)

Umformulieren kann Fehler einführen, wenn das Verständnis des Lernenden fehlerhaft ist – Selbstüberprüfung gegen das Original nach dem Umformulieren ist wichtig, besonders in technischen Bereichen.

Quellen

  • Craik & Lockhart (1972), levels of processing: a framework for memory research, Journal of Verbal Learning and Verbal Behavior

Häufiger Fehler

Satzweise umzuformulieren, indem Synonyme ersetzt werden – das ist immer noch größtenteils oberflächliche Verarbeitung und erfordert kein Auseinandersetzen mit Bedeutung. Formulieren Sie Ideen um, nicht Sätze.

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