Bewusstsein schaffen und Verantwortung gleichzeitig aufbauen
Helfen Sie der Person, ihre Situation klarer zu sehen, während Sie sie gleichzeitig mit ihrer Eigenverantwortung dafür verbinden.
Why it works
Whitmore argumentierte, dass Leistungsverbesserung zwei Dinge erfordert: Bewusstsein (wissen, was tatsächlich passiert) und Verantwortung (das Ergebnis besitzen). Die meisten Führungsfeedbacks liefern Bewusstsein ohne Verantwortung — die Führungskraft besitzt die Diagnose und die Verschreibung. GROW baut beides auf: Realität schafft Bewusstsein durch beschreibendes Fragen; Wille baut Verantwortung durch selbst verpflichtete Handlung auf.
How to do it
- Stellen Sie in der Realitätsphase Fragen, die die eigene Wahrnehmung der Person erweitern, statt Ihre eigenen Wahrnehmungen hinzuzufügen.
- Lassen Sie in der Optionsphase die Person ihre eigenen Optionen bewerten, statt sie für sie zu ordnen.
- In der Willensphase muss die Verpflichtung in den eigenen Worten der Person stehen — formulieren Sie sie nicht in eine 'korrektere' Version um.
- Prüfen Sie am Ende: 'Wie verantwortlich fühlen Sie sich dafür, dass das passiert?' Bei unvollständiger Eigenverantwortung erkunden Sie die Lücke.
Evidenz
Die Autonomie-Dimension der Selbstbestimmungstheorie sagt voraus, dass selbstbestimmtes Handeln nachhaltiger ist als extern vorgeschriebenes Handeln. Whitmores Bewusstsein-Verantwortung-Modell operationalisiert dies auf der Ebene des Coaching-Gesprächs. (mechanistic)
Whitmores Rahmenwerk ist kohärent und weit verbreitet; die SDT-Forschung ist der breitere empirische Anker, nicht ein direkter Test der Bewusstsein-Verantwortung-Dynamik.
Quellen
- Deci & Ryan, self-determination theory — autonomy and internalized motivation
Häufiger Fehler
Bewusstsein ohne Verantwortung aufzubauen — eine klare Diagnose der Situation zu geben, ohne die Person mit der Eigenverantwortung für die Lösung zu verbinden, was Einsicht ohne Handlung erzeugt.
Übe das mit IX Coach
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- Das Ziel setzen — festlegen, wofür das Gespräch da ist
Beginnen Sie jedes Coaching-Gespräch damit zu klären, was die Person in dieser Sitzung erreichen möchte.
- Die Realität erkunden — eine ehrliche Einschätzung der aktuellen Situation festlegen
Helfen Sie der Person, ihre aktuelle Situation klar und konkret zu sehen, ohne Urteil oder vorschnelle Lösungen.
- Optionen generieren — die volle Bandbreite der Möglichkeiten erkunden, bevor man sich festlegt
Laden Sie die Person ein, so viele Optionen wie möglich zu generieren, bevor eine davon bewertet wird.
- Den Willen sichern — die beste Option in eine konkrete Verpflichtung verwandeln
Schließen Sie das Gespräch mit einer konkreten, selbst erklärten Verpflichtung zu einer greifbaren nächsten Handlung ab.
- Halten Sie während des gesamten GROW-Prozesses ein hohes Verhältnis von Fragen zu Aussagen
Stellen Sie weit häufiger Fragen als Sie Aussagen anbieten — das Denken des Coachees ist das Produkt.
- Nutzen Sie GROW in kurzen Führungsgesprächen, nicht nur in formellen Coaching-Sitzungen
Wenden Sie die GROW-Struktur auf 5-minütige Flurgespräche und Einzelgespräch-Check-ins an — nicht nur auf einstündige Coaching-Sitzungen.
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