Optionen generieren — die volle Bandbreite der Möglichkeiten erkunden, bevor man sich festlegt
Laden Sie die Person ein, so viele Optionen wie möglich zu generieren, bevor eine davon bewertet wird.
Why it works
Optionsgenerierung und Optionsbewertung sind kognitiv unterschiedliche Prozesse, die sich gegenseitig stören, wenn sie kombiniert werden. Optionen zu bewerten, während sie generiert werden, verengt das Feld vorzeitig — Menschen hören auf zu generieren, sobald eine scheinbar gute Option erscheint. Generierung von Bewertung zu trennen (und die Generierung vom Coachee, nicht vom Coach) erweitert den Lösungsraum und behält die Eigenverantwortung bei der Person, die es umsetzen muss.
How to do it
- Fragen Sie: 'Welche Optionen kämen für Sie alle infrage? Lassen Sie uns sie auflisten, bevor wir eine bewerten.'
- Bieten Sie Ihre eigenen Ideen als Optionen an, nicht als Empfehlungen: 'Eine Sache, die manche Leute versucht haben, ist X — wäre es das wert, auf die Liste zu setzen?'
- Gehen Sie über die ersten zwei oder drei Optionen hinaus: 'Was noch? Was, wenn es keine Einschränkungen gäbe? Was würde jemand versuchen, den Sie bewundern?'
- Bitten Sie die Person, nachdem die Liste erstellt ist, zu bewerten: 'Welche dieser Optionen erscheint am vielversprechendsten und warum?'
Evidenz
Aufgeschobene Bewertung verbessert Optionsvielfalt und -qualität. Forschung zu motivierender Gesprächsführung zeigt, dass selbst generierte Optionen eher umgesetzt werden als vom Coach gelieferte — der Selbstüberzeugungseffekt liegt diesem Ansatz zugrunde. (mechanistic)
Die GROW-Optionsphase stützt sich auf Prinzipien aufgeschobener Bewertung und Selbstüberzeugung aus angrenzender Forschung; direkte Studien speziell zum GROW-Modell sind begrenzt.
Quellen
- Amrhein et al. (2003), the role of client language in motivational interviewing, Journal of Consulting and Clinical Psychology
Häufiger Fehler
Die beste Option sofort anzubieten, statt den Generierungsprozess zu moderieren — das liefert effizient eine Lösung, die die Person nicht besitzt und wahrscheinlich nicht umsetzt.
Übe das mit IX Coach
More practices for Das GROW-Modell: Coaching-Gespräche, die Menschen wirklich bewegen
- Das Ziel setzen — festlegen, wofür das Gespräch da ist
Beginnen Sie jedes Coaching-Gespräch damit zu klären, was die Person in dieser Sitzung erreichen möchte.
- Die Realität erkunden — eine ehrliche Einschätzung der aktuellen Situation festlegen
Helfen Sie der Person, ihre aktuelle Situation klar und konkret zu sehen, ohne Urteil oder vorschnelle Lösungen.
- Den Willen sichern — die beste Option in eine konkrete Verpflichtung verwandeln
Schließen Sie das Gespräch mit einer konkreten, selbst erklärten Verpflichtung zu einer greifbaren nächsten Handlung ab.
- Halten Sie während des gesamten GROW-Prozesses ein hohes Verhältnis von Fragen zu Aussagen
Stellen Sie weit häufiger Fragen als Sie Aussagen anbieten — das Denken des Coachees ist das Produkt.
- Bewusstsein schaffen und Verantwortung gleichzeitig aufbauen
Helfen Sie der Person, ihre Situation klarer zu sehen, während Sie sie gleichzeitig mit ihrer Eigenverantwortung dafür verbinden.
- Nutzen Sie GROW in kurzen Führungsgesprächen, nicht nur in formellen Coaching-Sitzungen
Wenden Sie die GROW-Struktur auf 5-minütige Flurgespräche und Einzelgespräch-Check-ins an — nicht nur auf einstündige Coaching-Sitzungen.
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