Selbstwert vs. Selbstachtung

Warum das Streben nach hoher Selbstachtung nach hinten losgehen kann – und was man stattdessen aufbaut

Was ist der Unterschied zwischen Selbstwert und Selbstachtung?

Kristin Neff und andere unterscheiden bedingte Selbstachtung – Wert, der an Leistung, Zustimmung oder Vergleich geknüpft ist – von unbedingtem Selbstwert, der nicht durch Ergebnisse verdient oder verloren wird. Bedingte Selbstachtung ist mit Zerbrechlichkeit bei Misserfolg verbunden; auf Selbstmitgefühl gegründeter Selbstwert erzeugt stabileres Vertrauen. Die Evidenz ist am stärksten für Selbstmitgefühl als Weg zu stabilem Wohlbefinden.

Jahrzehntelang war hohe Selbstachtung das Ziel. Dann holte die Forschung auf: Bedingte Selbstachtung – die vom Erfolg, von Zustimmung oder von günstigem Vergleich abhängt – ist zerbrechlich, narzissmusnah und bricht unter Widrigkeiten zusammen. Kristin Neffs Arbeit zu Selbstmitgefühl schlägt eine Alternative vor: ein stabiles Selbstwertgefühl, das nicht in Leistung, sondern in gemeinsamer Menschlichkeit und ehrlicher Selbstachtung verankert ist. Es folgen die Praktiken, die von bedingter Selbstachtung zu dauerhaftem Selbstwert führen.

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