Erkennen, wo deine Selbstachtung bedingt ist

Die konkreten Bedingungen kartieren, von denen dein Selbstwert aktuell abhängt, um die Zerbrechlichkeit klar zu sehen.

Why it works

Bedingte Selbstachtung wird durch eine weitgehend implizite Regel aufrechterhalten ('Ich bin wertvoll, wenn ich erfolgreich bin / gemocht werde / der Beste bin'). Die Regel wirkt unterhalb des Bewusstseins, bis die Bedingung verletzt wird – dann bricht der Selbstwert zusammen. Die Bedingungen explizit zu machen nimmt ihnen die automatische Autorität: Man kann bewerten, ob es eine Regel ist, die man befürwortet, oder eine, die man geerbt hat.

How to do it

  1. Aufschreiben: 'Mein Selbstwert steigt, wenn ___' und 'Mein Selbstwert sinkt, wenn ___'. Jede Lücke mit mindestens fünf konkreten Situationen füllen.
  2. Muster bemerken: Drehen sich deine Bedingungen um Leistung, Zustimmung, Aussehen, moralische Reinheit oder Vergleich?
  3. Bei jeder Bedingung fragen: 'Würde ich diese Bedingung einem Menschen auferlegen, den ich liebe?' Wenn nicht, die Asymmetrie notieren.
  4. Identifizieren, welche Bedingungen am stärksten belasten – welche erzeugen die größten Wertzusammenbrüche?

Evidenz

Forschung zu bedingter Selbstachtung (Crocker & Park, 2004) zeigt, dass Wert auf Bedingungen zu gründen größere emotionale Reaktivität auf Ergebnisse, mehr Stress und schlechteres Wohlbefinden vorhersagt – selbst bei hohem Selbstachtungsniveau. (observational)

Die meiste Forschung ist korrelativ; die Kausalrichtung (geringes Wohlbefinden erzeugt Bedingtheit vs. Bedingtheit verursacht geringes Wohlbefinden) wird diskutiert.

Quellen

  • Crocker & Park (2004), "The costly pursuit of self-esteem," Psychological Bulletin

Häufiger Fehler

Die Bedingungen als Probleme identifizieren, die es zu beseitigen gilt, statt als Information – das Ziel ist zunächst, sie klar zu sehen, dann Wert aufzubauen, der nicht von ihnen abhängt.

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