Tuckmans Phasen der Teamentwicklung
Warum jedes Team Turbulenzen trifft – und was in jeder Phase zu tun ist
Was sind Tuckmans Phasen der Teamentwicklung?
Bruce Tuckmans Modell beschreibt vier Phasen, die jedes Team durchläuft – Forming, Storming, Norming und Performing – vor dem optionalen Adjourning. Die Phasen sind eine nützliche Diagnosekarte für Führungspersonen: Reibung in einem neuen Team ist meist normales Storming, kein Personalproblem.
Die meisten Teamkonflikte werden falsch gelesen. Führungspersonen tolerieren sie entweder als dauerhaft oder versuchen, sie zu unterdrücken, bevor sie durchgearbeitet wurden. Tuckmans Einsicht ist, dass Konflikt eine vorhersehbare Phase ist, kein Defekt – und dass jede Phase einen anderen Führungsschritt verlangt. Zu wissen, wo Ihr Team auf dem Bogen steht, erlaubt präzises statt generisches Eingreifen.
Übungen
- Diagnostizieren, in welcher Phase Ihr Team steckt
Benennen Sie die Phase, in der Sie sich befinden, bevor Sie eine Führungsreaktion wählen.
- Forming: Klarheit vor Verbindung bieten
In der ersten Phase braucht ein neues Team mehr Struktur und Zweck als Teambuilding.
- Storming: Konflikt benennen, ohne Partei zu ergreifen
Bringen Sie die bereits vorhandene Spannung ans Licht, statt sie wegzumanagen.
- Norming: Vereinbarungen schriftlich festhalten
Was das Team informell herausgefunden hat, muss explizit werden, damit es Personalwechsel überlebt.
- Performing: Zurücktreten und die Bedingungen schützen
Ein Performing-Team braucht Rückendeckung und Ressourcen, keine Anleitung.
- Adjourning: das Team bewusst abschließen
Wie ein Team endet, prägt, wie jedes Mitglied das nächste beginnt.
- Phasenrückfall erkennen und davon erholen
Ein Team, das Performing war, kann zurück auf Storming fallen – und die Erholungsmaßnahme unterscheidet sich vom ursprünglichen Aufstieg.