Diagnostizieren, in welcher Phase Ihr Team steckt

Benennen Sie die Phase, in der Sie sich befinden, bevor Sie eine Führungsreaktion wählen.

Why it works

Jede Phase erzeugt eigene Verhaltenssignale – höfliche Zurückhaltung (Forming), offener Konflikt oder passiver Widerstand (Storming), entstehende Peer-to-Peer-Koordination (Norming), autonome Ausführung (Performing). Storming als Rückfall in Norming fehlzudeuten führt zu Interventionen, die nichts beschleunigen. Genaue Diagnose macht den Führungsschritt offensichtlich.

How to do it

  1. Listen Sie beobachtbare Verhaltensweisen auf: Verweisen Menschen auf Sie, streiten sie miteinander, organisieren sie sich selbst, oder liefern sie ohne Sie?
  2. Ordnen Sie das dominante Muster einer Phase zu – wählen Sie diejenige, die das meiste von dem erklärt, was Sie sehen.
  3. Benennen Sie die Diagnose dem Team; geteilte Sprache über Phasen reduziert die Personalisierung von Konflikt.

Evidenz

Tuckmans Literaturübersicht von 1965 fasste Kleingruppenforschung zusammen und wird in der Organisationspsychologie breit als beschreibende Heuristik zitiert. Das Modell ist beschreibend, nicht vorschreibend; sein Wert liegt in einer geteilten Karte, nicht in einem starren Gesetz. (observational)

Teams schreiten nicht immer linear voran; Mitgliederwechsel oder Krisen können ein Performing-Team zurück zu Storming drängen. Die Phasen sind Tendenzen, keine Garantien.

Quellen

  • Tuckman, B. W. (1965). Developmental sequence in small groups. Psychological Bulletin, 63(6), 384–399.

Häufiger Fehler

Annehmen, ein Team sei in Norming, weil der Konflikt still geworden ist – Stille ist oft unterdrücktes Storming, keine echte Normbildung.

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