Adjourning: das Team bewusst abschließen

Wie ein Team endet, prägt, wie jedes Mitglied das nächste beginnt.

Why it works

Teams, die sich ohne Abschluss auflösen – durch Projektabbruch, Umstrukturierung oder einfaches Verstummen – hinterlassen bei Mitgliedern unaufgelöste Gruppenerfahrung, die sich als Misstrauen oder Distanzierung ins nächste Team übertragen kann. Bewusster Abschluss würdigt die geteilte Arbeit, bringt das Gelernte ans Licht und signalisiert, dass die Beziehungen echten Wert hatten.

How to do it

  1. Planen Sie eine Retrospektive, die sowohl das Gebaute als auch die Art der Zusammenarbeit abdeckt.
  2. Benennen Sie explizit, was Einzelne beigetragen haben, sodass die Anerkennung konkret ist, nicht generisch.
  3. Halten Sie gelernte Lektionen in einem Dokument fest, das mit den Menschen reist, nicht nur mit dem Projekt.

Evidenz

Psychologische Forschung zu Gruppenenden (Tuckman fügte diese Phase 1977 hinzu) und die Trauerliteratur stützen beide die Idee, dass unverarbeitete Enden verbleibende Bindungsreaktionen erzeugen, die zukünftiges Engagement beeinflussen. (mechanistic)

Die psychologische Wirkung der Teamauflösung ist empirisch wenig untersucht; der Mechanismus ist plausibel aus breiterer Gruppendynamik- und Übergangsforschung.

Quellen

  • Tuckman, B. W. & Jensen, M. A. C. (1977). Stages of small-group development revisited. Group & Organization Studies, 2(4), 419–427.

Häufiger Fehler

Das Team beim Projektende still auseinandergehen lassen – keine Retrospektive, keine Anerkennung –, was Lernen liegen lässt und Menschen sich entbehrlich fühlen lässt.

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