Akzeptanz (Bereitschaft)

Unerwünschten Gefühlen Raum geben, statt gegen sie anzukämpfen – damit sie aufhören, das Steuer zu übernehmen.

Why it works

Der Versuch, innere Erfahrungen zu kontrollieren oder zu eliminieren, schlägt oft fehl – Unterdrückung verstärkt das Bekämpfte und verengt das Leben um Vermeidung herum. Akzeptanz funktioniert dadurch, dass dieser aussichtslose Kampf aufgegeben wird: Wer bereit ist, ein Gefühl zu fühlen, lässt es nicht länger über seine Entscheidungen bestimmen – und gewinnt Energie zurück für das, was wirklich zählt.

How to do it

  1. Das Gefühl benennen, das nicht gewollt wird.
  2. Wahrnehmen, wo es im Körper sitzt, und darum herum atmen – nicht in einen Kampf hinein.
  3. Es da sein lassen, ohne zu handeln, damit es geht.
  4. Fragen: Was könnte ich tun, was mir wichtig ist – auch während dieses Gefühl noch da ist?

Evidenz

Akzeptanz ist ein zentraler ACT-Prozess; experimentelle Arbeit zeigt, dass akzeptanzbasiertes Coping Unterdrückung häufig übertrifft, wenn es darum geht, Schmerz und Belastung zu tolerieren – im Rahmen einer gut belegten Therapie. In kontrollierten Herausforderungsstudien mit Panikpatient:innen führte eine Akzeptanzinstruktion zu weniger Vermeidung und weniger Belastung unter Symptomprovokation als Instruktionen zur Unterdrückung. (rct)

Akzeptanz bedeutet nicht, schädliche Situationen zu dulden; die Evidenz bezieht sich auf innere Erfahrungen, nicht auf das Ertragen von Misshandlung.

Quellen

Häufiger Fehler

Akzeptanz als Zähnebeißen und Ertragen von Elend zu behandeln – als neue clevere Art, das Gefühl loszuwerden. Das ist Unterdrückung im Verkleid.

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