Selbst-als-Kontext (das beobachtende Selbst)

Das beständige «Ich» wahrnehmen, das Gedanken und Gefühle beobachtet – ohne durch sie definiert zu werden.

Why it works

Wenn man mit einer Selbstgeschichte fusioniert («Ich bin ängstlich», «Ich bin ein Versager»), schränkt diese Geschichte ein, was möglich erscheint. Selbst-als-Kontext funktioniert, indem das Identitätsgefühl vom Inhalt des Geistes zur Perspektive verschoben wird, die ihn beobachtet – ein Standpunkt, der konstant bleibt, während Gedanken und Gefühle kommen und gehen, was schmerzliche Selbstgeschichten weniger bedrohlich macht.

How to do it

  1. Einen Gedanken bemerken, dann den Teil bemerken, der ihn bemerkt.
  2. Beobachten, dass dieses beobachtende Selbst das ganze Leben hindurch da war.
  3. Ein schmerzhaftes Selbst-Label als Inhalt halten, den man betrachten kann – nicht als die eigene Identität.
  4. Zu diesem Standpunkt zurückkehren, wenn eine Selbstgeschichte wie die ganze Wahrheit erscheint.

Evidenz

Selbst-als-Kontext ist ein theoretisch zentraler, aber schwer messbarer ACT-Prozess; die Unterstützung kommt hauptsächlich aus dem breiteren ACT-Modell, nicht aus isolierten Komponentenstudien. (mechanistic)

Dies ist der am wenigsten direkt untersuchte ACT-Prozess; seinen spezifischen Beitrag als plausibel behandeln – nicht als fest etabliert.

Häufiger Fehler

Daraus ein abstraktes intellektuelles Rätsel machen. Es ist eine erfahrungsbasierte Perspektivverschiebung, kein Konzept zum Durchdenken – es geht darum, das Wahrnehmen wahrzunehmen, nicht darum, darüber zu theoretisieren.

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