Kontemplative Zustimmung in tägliches Handeln tragen

Lass die Qualität der Offenheit und Zustimmung aus dem Sitzen in dein Bewegen durch den Tag einfließen.

Why it works

Keating betonte eindringlich, dass zentrierendes Gebet kein Selbstzweck ist, sondern die Quelle einer anderen Qualität der Präsenz im Handeln. Die im Sitzen geübte „Zustimmung zu Gottes Gegenwart und Wirken" soll zur zugrunde liegenden Ausrichtung des Tages werden.

How to do it

  1. Verbringe nach jeder Sitzung eine Minute mit dem, was Keating das „heilige Symbol" nennt — eine kurze Absicht, die Zustimmung der Praxis in deine nächste Aktivität zu tragen.
  2. Bemerkst du im Tagesverlauf, dass du aus einem verteidigten oder zwanghaften Ort reagierst, nutze eine kurze innere Rückkehr zum Geist der Praxis.
  3. Reflektiere am Ende des Tages kurz: Wo hielt die kontemplative Qualität, und wo nicht? Nicht zur Selbstkritik, sondern zum Lernen.
  4. Bemerke über Monate, ob die Praxis deine gewohnten Reaktionen verändert — das, nicht die Sitzungen selbst, ist das Maß.

Evidenz

Die Übertragung meditativer Qualität ins tägliche Leben steht im Einklang mit der breiteren informellen Achtsamkeitsliteratur, die findet, dass Off-Cushion-Bewusstheit mit Ergebnissen in Achtsamkeitsprogrammen korreliert. (mechanistic)

Übertragungseffekte der Meditationspraxis ins tägliche Leben sind in der Achtsamkeitsforschung gestützt; ob zentrierendes Gebet speziell messbare Verhaltensübertragung erzeugt, wurde nicht erforscht.

Quellen

Häufiger Fehler

Die kontemplative Qualität vollständig auf die 20-minütige Sitzung beschränken und danach sofort zu reaktiven, gewohnten Mustern zurückkehren — was die Praxis vom Leben trennt, das sie eigentlich verändern soll.

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