Emotionales Schlussfolgern

Ein Gefühl als direkte Evidenz über die externe Realität behandeln: «Ich fühle mich wie ein Betrüger, also muss ich einer sein.»

Why it works

Das Gefühl der Wahrheit – das Gefühl, dass ein Gedanke akkurat ist – wird durch Amygdala und limbisches System erzeugt, nicht durch die evaluative Genauigkeit des Gedankeninhalts. Starke emotionale Erregung signalisiert «Das ist real» unabhängig davon, ob der Gedanke real beschreibt.

How to do it

  1. Bemerken, wenn ein Gefühl als Evidenz behandelt wird: «Ich fühle es, also ist es wahr.»
  2. Die Proposition trennen: Was ist das Gefühl? Was ist die Behauptung über die Realität?
  3. Externe Evidenz für die Behauptung suchen – unabhängig vom Gefühl.
  4. Das Gefühl als Information behandeln, nicht als Fact-Check.

Evidenz

Emotionales Schlussfolgern ist in Becks kognitivem Modell eine Kernverzerrung; KVT für emotionales Schlussfolgern ist in Angst- und Stimmungserkrankungen gut belegt. (clinical)

Gefühle enthalten manchmal korrekte Information; das Ziel ist nicht, Gefühle zu verwerfen, sondern sie als eine Informationsquelle unter mehreren zu behandeln.

Quellen

Häufiger Fehler

Gefühle vollständig zu ignorieren. Sie sind Information – nur kein zuverlässiger Indikator für externe Realität.

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