Übergeneralisierung

Aus einem oder wenigen negativen Ereignissen eine weitreichende Schlussfolgerung ziehen.

Why it works

Das Gehirn generalisiert aus Erfahrung als Lernmechanismus. Übergeneralisierung wendet dies auf Selbstbewertung an: Ein Misserfolg wird zu «Ich scheitere immer», eine Ablehnung zu «Niemand mag mich».

How to do it

  1. Das absolute Wort identifizieren: immer, nie, alle, niemand.
  2. Nach Gegenbeispielen suchen.
  3. Die Aussage auf den spezifischen Fall beschränken: «Ich habe bei diesem Test nicht gut abgeschnitten.»
  4. Sich fragen: Würde man so über einen Freund urteilen?

Evidenz

Übergeneralisierung ist eine der zentralen kognitiven Verzerrungen in Becks Modell; KVT zeigt Effekte auf derartige Denkmuster. (clinical)

Manchmal ist Generalisierung akkurat; das Ziel ist nicht, alle Generalisierungen zu verwerfen, sondern ungerechtfertigte zu erkennen.

Quellen

  • Abramson, Seligman & Teasdale (1978), learned helplessness in humans, Journal of Abnormal Psychology

Häufiger Fehler

Ein einzelnes Ereignis als repräsentativ für ein Muster zu behandeln, ohne genügend Datenpunkte.

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