Gedankenlesen

Annehmen, dass man weiß, was andere denken – meistens negativ – ohne Evidenz.

Why it works

Gedankenlesen stützt sich auf das mentalisierende System des Gehirns (Theory of Mind) – denselben Mechanismus, der die meiste Zeit korrekt die Überzeugungen anderer modelliert. Unter Bedrohung oder niedrigem Selbstwertgefühl liefert das Mentalisiersystem verzerrte Ausgaben.

How to do it

  1. Die angenommene Überzeugung der anderen Person benennen.
  2. Fragen: Was ist die tatsächliche Evidenz dafür?
  3. Andere plausible Erklärungen für das Verhalten der Person generieren.
  4. Wenn möglich: direkt fragen statt annehmen.

Evidenz

Gedankenlesen ist eine gut belegte kognitive Verzerrung in der sozialen Angstforschung; KVT-Techniken, die darauf abzielen, zeigen Effekte. (clinical)

In manchen Fällen sind intuitive Einschätzungen über andere Menschen korrekt; das Ziel ist nicht, alle sozialen Intuitionen zu verwerfen.

Quellen

Häufiger Fehler

Annahmen für offensichtliche Wahrheiten zu halten und keine alternativen Erklärungen zu suchen.

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