Mentaler Filter (negativer Aufmerksamkeitsbias)

Auf ein negatives Detail fokussieren, während das breitere positive Bild ignoriert wird.

Why it works

Der Negativity Bias des Gehirns – eine evolutionäre Tendenz, negative Information stärker zu gewichten, weil negative Ereignisse historisch höhere Überlebensrelevanz hatten – wird bei Angst und Niedergeschlagenheit amplifiziert.

How to do it

  1. Bemerken, wenn die Aufmerksamkeit selektiv auf das Negative fokussiert.
  2. Das Positive aktiv auflisten: Was lief gut? Was wurde erreicht?
  3. Das negative Detail in den Kontext des Gesamtbildes setzen.
  4. Fragen: Würde man das Gesamtbild so bewerten, wenn man alle Daten berücksichtigte?

Evidenz

Negativity Bias und mentaler Filter sind gut belegte kognitive Phänomene; KVT, die darauf abzielt, zeigt Effekte bei Angst und Depression. (observational)

Manche negativen Informationen sind tatsächlich bedeutsam; das Ziel ist Kalibrierung, nicht blindes Positivdenken.

Quellen

  • Baumeister et al. (2001), bad is stronger than good, Review of General Psychology

Häufiger Fehler

Positive Informationen erzwingen, statt die selektive Aufmerksamkeit auf Negatives zu korrigieren.

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