Lösungen auf Dauerhaftigkeit prüfen: realistisch, gegenseitig befriedigend, sicher
Eine kollaborative Lösung, die einen von drei Tests scheitert – realistisch, gegenseitig befriedigend, sicher – wird nicht halten.
Why it works
Kinder setzen Lösungen nicht um, die sie nicht verstehen oder nicht realistisch ausführen können; Erwachsene halten keine Lösungen aufrecht, die ihr Kernanliegen unberücksichtigt lassen. Eine Lösung, die für alle sicher ist und beide Anliegen berücksichtigt, hat die höchste Wahrscheinlichkeit, zu halten.
How to do it
- Jede vorgeschlagene Lösung gegen drei Kriterien prüfen: realistisch, gegenseitig befriedigend, sicher.
- Wenn einer scheitert, neu verhandeln.
- Nicht vorschnell auf eine Lösung einigen, die nicht alle drei erfüllt.
- Die Lösung nach einer Woche überprüfen: Hat sie gehalten?
Evidenz
Dauerhaftige Lösungen sind ein Kernprinzip von Greenes CPS-Modell; das Drei-Kriterien-Rahmen unterscheidet wirksame von oberflächlichen Lösungen. (mechanistic)
In der Praxis ist es schwierig, alle drei Kriterien perfekt zu erfüllen; Iteration ist oft nötig.
Häufiger Fehler
Auf eine Lösung einzugehen, die das Anliegen eines Beteiligten nicht wirklich löst, um das Gespräch zu beenden.
Übe das mit IX Coach
More practices for Kollaboratives Problemlösen (Ross Greene)
- Die fehlende Fertigkeit hinter dem Verhalten identifizieren
Die kognitive Fertigkeit benennen, die dem Kind fehlt – nicht das Verhalten, das man abstellen will.
- Plan B verwenden: das dreistufige kollaborative Gespräch
Mit dem Anliegen des Kindes empathisch sein, das eigene einbringen und gemeinsam zur Lösung einladen.
- Ross Greenes Plan B, proaktiv durchgeführt
Ross Greenes Plan B funktioniert am besten proaktiv: das Gespräch in einem ruhigen Fenster führen – vor der nächsten Explosion, nicht in der Mitte einer.
- Erkennen, wann Plan A (unilaterale Durchsetzung) die Dinge verschlimmert
Vom Erwachsenen auferlegte Lösungen können die Verhandlung gewinnen und den Krieg verlieren – bemerken, wann Durchsetzung eskaliert statt löst.
- Empathie zur Deeskalation einsetzen, nicht zur Kapitulation
Den emotionalen Zustand des Kindes benennen, ohne jeder Forderung zuzustimmen – Empathie und Grenzen können koexistieren.
- Eine Liste ungelöster Probleme führen
Wiederkehrende Auslöser aufschreiben, damit sie zu lösbaren Problemen werden statt zu wiederholten Notfällen.