Gegenkonditionierung und systematische Desensibilisierung

Wolpes Methode zur Angstauslöschung, ihre Mechanismen und ehrliche Evidenz

Was ist systematische Desensibilisierung gegen Angst?

Systematische Desensibilisierung, entwickelt von Joseph Wolpe, paart schrittweise Konfrontation mit einem gefürchteten Reiz mit einer konkurrierenden Entspannungsreaktion und schwächt so über wiederholte Durchgänge die konditionierte Angstverbindung. Die Methode hat drei Teile, die nur zusammen funktionieren: eine Hierarchie, die die Angst in Schritte zerlegt, die klein genug sind, dass jeder erträglich ist, einen zuverlässigen Weg, Entspannung zu erzeugen, und genug Wiederholung bei jedem Schritt, damit er aufhört, sich wie ein Notfall anzufühlen, bevor man aufsteigt. Hinweisgesteuerte Entspannung – ein Wort oder eine Berührung mit einem bereits entspannten Zustand zu koppeln, damit man schnell darauf zurückgreifen kann – ist eine übliche praktische Ergänzung. Sie hat solide klinische Unterstützung für spezifische Phobien und Angststörungen, verlangt aber konsequente Übung, und die Erfolge können sich verengen, wenn die gefürchtete Situation komplex ist oder soziale Bewertung einschließt. Dies sind allgemeine Informationen darüber, wie die Methode funktioniert, kein selbst angewendeter Behandlungsplan; bei einer Phobie oder Angststörung ist diese Arbeit am besten mit einer qualifizierten Fachperson zu leisten.

Gegenkonditionierung beruht auf einer einfachen physiologischen Beobachtung: Man kann nicht gleichzeitig entspannt und ängstlich sein. Wolpe nannte das reziproke Hemmung. Indem man den gefürchteten Auslöser mit einem konkurrierenden Zustand koppelt – meist tiefer Entspannung –, wird die konditionierte Angstbindung systematisch geschwächt. Es folgen die Kernpraktiken, jede mit dem Mechanismus, der sie wirksam macht, und einer ehrlichen Einschätzung, wo die Evidenz stark ist und wo dünner.

Übungen

Übe das mit IX Coach

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