Vorstellungskonfrontation: Entspannung mit lebendiger mentaler Bildhaftigkeit koppeln

Stelle dir jeden Hierarchieschritt lebendig vor, während du tief entspannt bist, bis der Leidensdruck sinkt.

Why it works

Das Gehirn verarbeitet vorgestellte Bedrohung mit vielen derselben Schaltkreise, die es für reale Bedrohung nutzt – die Amygdala reagiert auf lebendige mentale Bildhaftigkeit auf eine Weise, die reale Konfrontation teilweise widerspiegelt. Diese mentale Vorstellung wiederholt mit einem entspannten Körperzustand zu koppeln, schwächt die konditionierte Assoziation durch Auslöschungslernen und bereitet das Nervensystem auf reale Begegnungen vor.

How to do it

  1. Erreiche tiefe Entspannung mit deiner eingeübten PME-Sequenz.
  2. Stelle dir den niedrigsten Hierarchiepunkt lebendig vor: Anblicke, Geräusche, Gerüche, Empfindungen.
  3. Halte das Bild, bis der Leidensdruck um mindestens 50 % sinkt – typischerweise mehrere Minuten.
  4. Wiederhole dasselbe Bild zweimal mehr in der Sitzung und gehe erst zum nächsten Punkt über, wenn der Leidensdruck durchgehend niedrig ist.

Evidenz

Imaginal exposure produces real fear reduction and is the core modality in classical systematic desensitization; it is somewhat less powerful than in-vivo exposure for most phobias. (clinical)

For most specific phobias, in-vivo exposure produces faster and more durable extinction; imaginal work is best used as a stepping-stone or when live exposure is not yet feasible.

Quellen

  • Wolpe (1958), original desensitization protocol
  • Emmelkamp (1982), comparisons of imaginal vs in-vivo exposure, Behaviour Research and Therapy

Häufiger Fehler

Zum nächsten Hierarchiepunkt überzugehen, bevor der Leidensdruck beim aktuellen bedeutsam gesunken ist, was Angst probt statt sie auszulöschen.

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