Tiefe Entspannung als Gegenreiz lernen

Trainiere eine zuverlässige Entspannungsreaktion, die mit der Angst konkurriert und sie hemmt.

Why it works

Wolpes Prinzip der reziproken Hemmung besagt, dass die Aktivierung des parasympathischen Nervensystems die sympathische Angstreaktion unterdrückt – beide können nicht gleichzeitig mit voller Intensität laufen. Progressive Muskelentspannung (PME) bietet einen erlernbaren, reproduzierbaren Zustand, der während der Konfrontation auf Abruf eingesetzt werden kann und dem Gehirn ein konkurrierendes Signal gibt, das mit dem gefürchteten Reiz gekoppelt wird.

How to do it

  1. Übe PME mindestens eine Woche lang täglich, bevor jede Konfrontation beginnt, damit die Fertigkeit zuverlässig ist.
  2. Spanne systematisch jede große Muskelgruppe an und löse sie wieder, wobei du den Kontrast bemerkst.
  3. Koppele ein Signalwort ("ruhig" oder "loslassen") mit dem entspannten Zustand bei jeder Übungssitzung.
  4. Bestätige, dass du innerhalb von 2–3 Minuten tiefe Entspannung erreichen kannst, bevor du zu Konfrontationen übergehst.

Evidenz

PMR as a relaxation technique has good clinical support on its own; its use as the counter-stimulus in systematic desensitization is the original Wolpe protocol with decades of case-series and controlled trial evidence. A ten-year systematic review with meta-analysis of relaxation training for anxiety found consistent, medium-to-large reductions in anxiety, giving the relaxation half of the reciprocal-inhibition pairing quantified empirical backing. (clinical)

Quellen

Häufiger Fehler

Konfrontation zu versuchen, bevor die Entspannungsreaktion gut eingeübt ist, sodass die Person während der gesamten Zeit mäßig ängstlich ist statt wirklich entspannt – das bietet wenig Gegenreiz.

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