Konfrontationskontexte variieren, um Wiederkehren der Angst zu verhindern

Konfrontiere dich mit der gefürchteten Situation in mehreren Kontexten, damit die Auslöschung generalisiert.

Why it works

Die Theorie des hemmenden Lernens (Craske et al.) besagt, dass Konfrontation das Angstgedächtnis nicht löscht, sondern ein neues hemmendes Gedächtnis erzeugt, das mit ihm konkurriert. Weil Erinnerungen kontextabhängig sind, kehrt Angst oft in neuartigen Kontexten zurück, selbst nach erfolgreicher Auslöschung. Konfrontation über variierte Kontexte hinweg zu üben baut ein reichhaltigeres hemmendes Gedächtnisnetzwerk auf und macht die Generalisierung robuster.

How to do it

  1. Sobald ein Hierarchieschritt in einem Kontext angenehm ist, wiederhole ihn bewusst in zwei oder drei unterschiedlichen Umgebungen.
  2. Variiere Tageszeit, Ort und Anwesende.
  3. Kehre gelegentlich nach einer Pause zu einem zuvor gemeisterten Punkt zurück, um die Auslöschungsretention zu stärken.
  4. Akzeptiere ein vorübergehendes Wiederaufflammen der Angst als Information, nicht als Scheitern.

Evidenz

Return-of-fear phenomena (renewal, spontaneous recovery) are well documented in laboratory and clinical research; varied-context exposure is recommended in modern exposure protocols as a result. (observational)

Most trial evidence still uses massed exposure in a single context; the inhibitory learning additions are theoretically motivated and promising, but fewer large RCTs test them directly.

Quellen

  • Craske et al. (2014), maximising exposure therapy: inhibitory learning model, Behaviour Research and Therapy

Häufiger Fehler

Konfrontation ausschließlich im Büro der Therapeutin oder in einer einzigen sicheren Umgebung zu üben und dann überrascht zu sein, wenn die Angst in einer neuen Umgebung zurückkehrt.

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