Schreibe bedingte Verträge, wenn Prognosen auseinandergehen

Wenn du und die andere Seite unterschiedliche Vorhersagen haben, lass das Ergebnis entscheiden, wer recht hatte.

Why it works

Verhandelnde geraten oft in eine Sackgasse, weil jede Seite ehrlich glaubt, die Welt werde sich zu ihren Gunsten entwickeln. Ein bedingter Vertrag verwandelt diese Uneinigkeit in eine Wette: Wenn meine Vorhersage stimmt, neigen sich die Bedingungen zu mir; wenn deine stimmt, zu dir. Das löst die Blockade, ohne dass eine Seite ihren Glauben aufgeben muss, und richtet Anreize an der tatsächlichen Leistung aus.

How to do it

  1. Identifiziere, wo die Uneinigkeit faktisch statt wertebasiert ist ("wir glauben, der Umsatz erreicht X; ihr glaubt Y").
  2. Schlage einen Deal vor, bei dem sich die Bedingungen am tatsächlichen Ergebnis ausrichten.
  3. Mach die Bedingung messbar, zeitlich begrenzt und, falls nötig, durch eine neutrale Instanz geprüft.
  4. Schreib die Auslösebedingungen und Konsequenzen explizit vor der Unterzeichnung fest.

Evidenz

Bedingte Verträge sind ein gut dokumentiertes integratives Instrument in der Verhandlungsliteratur. Bazerman und Gillespies Harvard-Business-Review-Artikel beschreibt, wie eine Wette auf abweichende Prognosen eine Blockade lösen und gemeinsamen Wert schaffen kann, sowie die Bedingungen, unter denen das Instrument funktioniert. (mechanistic)

Bedingte Verträge erfordern, dass das Ergebnis für beide Parteien beobachtbar und überprüfbar ist; sie scheitern, wenn die Bedingung mehrdeutig ist oder eine Partei das Maß manipulieren kann.

Quellen

Häufiger Fehler

Einen bedingten Vertrag nutzen, um eine Uneinigkeit zu verschleiern statt zu lösen – vage Auslöser entwerfen, um eine Unterschrift zu bekommen, was einen Streit garantiert, wenn die Bedingung eintritt.

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