Interozeptive Exposition bei Panik

Panikempfindungen gezielt auslösen, um den Kreislauf der Angst vor der Angst zu durchbrechen

Interozeptive Exposition: Wie sie Panikattacken reduziert

Interozeptive Exposition erzeugt gezielt die körperlichen Empfindungen einer Panikattacke – Herzrasen, Schwindel, Atemnot – in einer sicheren Umgebung, damit das Gehirn lernt, dass diese Empfindungen nicht gefährlich sind. Sie ist ein gut belegter Baustein der Panikstörungs-Behandlung; randomisierte Studien zeigen deutliche Rückgänge von Panikhäufigkeit und Vermeidungsverhalten.

Panikattacken werden vor allem durch eine Angst zweiter Ordnung angetrieben: nicht die Empfindungen selbst, sondern der Glaube, sie seien gefährlich. Interozeptive Exposition – bewusstes Drehen im Kreis, Hyperventilieren oder Atmen durch einen Strohhalm, um die körperlichen Panikgefühle kontrolliert herbeizuführen – lehrt das Gehirn durch direkte Erfahrung, dass Herzrasen, Schwindel und Atemnot unangenehm, aber nicht katastrophal sind. Im Folgenden die Kernpraktiken dieses Ansatzes, jeweils mit dem zugrunde liegenden Mechanismus und einer ehrlichen Einordnung der Evidenzlage.

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