Eine persönliche Empfindungs-Hierarchie aufbauen

Ordne, welche Panikempfindungen dich am meisten ängstigen, vom mildesten bis zum am meisten gefürchteten.

Why it works

Exposition wirkt am besten in abgestuften Schritten: Beginnt man über der eigenen Toleranzgrenze, kommt es zur Überforderung; beginnt man darunter, passiert nichts. Die Kartierung der persönlichen Angsthierarchie – welche Empfindungen in welcher Intensität wie viel Belastung erzeugen – hält die Exposition im Toleranzfenster, in dem neues Lernen stattfindet. Die Hierarchie ist der Behandlungsplan.

How to do it

  1. Liste die körperlichen Empfindungen auf, die du mit deinen Panikattacken verbindest (Herzrasen, Schwindel, Kurzatmigkeit, Kribbeln usw.).
  2. Bewerte jede Empfindung von 0–10 danach, wie beängstigend sie sich anfühlt.
  3. Identifiziere, welche Übung jede Empfindung am zuverlässigsten auslöst (siehe unten für Übungen).
  4. Ordne die Übungen vom am wenigsten bis zum am meisten gefürchteten, um deine Expositionsleiter zu bilden.

Evidenz

Abgestufte Exposition ist das Organisationsprinzip hinter interozeptiven Expositionsprotokollen; die Verwendung einer Hierarchie zur Abfolge der Exposition ist gängige Praxis in empirisch gestützter Panikbehandlung. (clinical)

Das Hierarchie-Format ist klinische Best Practice und keine separat kontrollierte Variable; die Wirksamkeitsevidenz bezieht sich auf interozeptive Expositionsprogramme insgesamt.

Häufiger Fehler

Die Hierarchie überspringen und direkt mit den am meisten gefürchteten Empfindungen beginnen, was Überforderung statt Lernen erzeugt und oft dazu führt, die Behandlung ganz abzubrechen.

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