Eingeschränkte Atmung durch einen Strohhalm

60 Sekunden nur durch einen dünnen Strohhalm atmen, um sicher Atemnot auszulösen.

Why it works

Die Einschränkung des Luftstroms erzeugt das subjektive Gefühl von Atemnot und Dringlichkeit, das viele Panikbetroffene über alles fürchten – den Glauben, zu ersticken oder die Kontrolle über die Atmung zu verlieren. Strohhalm-Atmung löst diese Empfindung ohne tatsächliche Gefahr aus und ermöglicht wiederholte Widerlegung der Erstickungsangst. Die kontrollierte Natur der Übung erlaubt dem Gehirn, Vorhersage („Ich werde nicht atmen können“) mit Ergebnis („Ich habe die ganze Zeit geatmet, nur unbequemer“) zu vergleichen.

How to do it

  1. Besorge dir einen normalen Cocktail- oder Kaffeestrohhalm.
  2. Halte dir bei Bedarf die Nase zu und atme 60 Sekunden lang nur durch den Strohhalm.
  3. Bleib bei der entstehenden Atemnot; zieh den Strohhalm nicht heraus.
  4. Bewerte die Belastung alle 20 Sekunden; beachte den Höhepunkt und sein natürliches Abklingen.
  5. Wiederhole 3–5 Mal oder bis die Anfangsbelastung spürbar niedriger ist.

Evidenz

Strohhalm-Atmung ist als Standard-Induktionsübung in empirisch geprüften interozeptiven Expositionsprotokollen für Panikstörung enthalten. (clinical)

Vermeiden bei Asthma, COPD oder jeder Erkrankung, die die Atmung tatsächlich beeinträchtigt. Die Einschränkungsempfindung ist real – kenne den Unterschied zwischen ausgelöstem Unbehagen und einem echten Atemnotfall.

Häufiger Fehler

Den Strohhalm entfernen, sobald die Atemnot ihren Höhepunkt erreicht – das verstärkt den Glauben, die Empfindung erfordere Flucht. Ziel ist, über den Höhepunkt hinweg präsent zu bleiben, bis er von selbst nachlässt.

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