Body-Scan nach Induktion, um ohne Katastrophisieren zu beobachten

Nach dem Auslösen von Empfindungen den Körper mit Neugier statt Alarm scannen.

Why it works

Die Katastrophisierungsschleife bei Panik wird durch bedrohungsorientierte Aufmerksamkeit angetrieben: Das Gehirn erkennt eine Empfindung, benennt sie als gefährlich, verstärkt sie und dreht sich weiter. Das Ersetzen der Bedrohungssuche durch neutrale, neugierige Beobachtung – Empfindungen benennen, ohne sie als Katastrophenzeichen zu bewerten – unterbricht diese Schleife auf der Bewertungsebene. Über wiederholte Expositionssitzungen wird neugierige Beobachtung zur gewohnheitsmäßigen Reaktion auf interozeptive Signale.

How to do it

  1. Schließe direkt nach einer Induktionsübung die Augen und scanne von Kopf bis Fuß.
  2. Benenne jede Empfindung, die du bemerkst („Kribbeln in den Händen“, „Wärme in der Brust“), ohne eine Deutung hinzuzufügen.
  3. Wenn eine beunruhigende Geschichte auftaucht („das bedeutet, ich habe einen Herzinfarkt“), benenne sie als Gedanken, nicht als Tatsache.
  4. Bleib 1–2 Minuten beim Scan und beobachte, wie sich Empfindungen von selbst verändern und vergehen.

Evidenz

Neutrale, nicht wertende Beobachtung interozeptiver Signale steht im Einklang mit achtsamkeitsbasierten Ansätzen bei Angst, bei denen die Akzeptanz von Körperempfindungen – statt angstbasierter Interpretation – mit verminderter Angstsensitivität verbunden ist. (mechanistic)

Das spezifische Format des Post-Induktions-Scans ist klinische Anleitung, keine kontrollierte Variable; der zugrunde liegende Mechanismus nicht wertender Aufmerksamkeit ist in der Achtsamkeits- und ACT-Forschung gestützt.

Häufiger Fehler

Den Körper scannen, um zu prüfen, ob die Empfindungen „schon weg“ sind – das ist Überwachung auf Bedrohung statt neutrale Beobachtung und hält die Angstschleife am Laufen.

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