Problemlösetherapie, praktisch umgesetzt

Ein strukturierter Rahmen, um reale Probleme zu lösen und ein Gefühl der Kontrolle wiederherzustellen

Hilft Problemlösetherapie bei Depression und Angst?

Problemlösetherapie (PST), entwickelt von Nezu und D'Zurilla, behandelt Depression und Angst durch den Aufbau strukturierter, schrittweiser Problemlösefähigkeiten – sie zielt auf die erlernte Hilflosigkeit und Vermeidung, die entstehen, wenn Menschen belastenden Lebensproblemen ohne wirksamen Bewältigungsrahmen begegnen. Mehrere randomisierte Studien stützen PST bei Depression, besonders wenn sie mit der realen Problemlast verknüpft ist.

Depression und Angst entstehen nicht immer durch verzerrtes Denken – manchmal sind sie eine rationale Reaktion auf eine Anhäufung realer, ungelöster Probleme. Problemlösetherapie geht das direkt an: Sie lehrt einen systematischen Ansatz, Probleme zu identifizieren, Lösungen zu generieren und Ergebnisse zu bewerten, und stellt das Gefühl der Handlungsfähigkeit wieder her, das chronischer Stress untergräbt. Der Ansatz wurde von Nezu und D'Zurilla aus der Literatur zum sozialen Problemlösen entwickelt und für Grundversorgung, Onkologie und ältere Erwachsene angepasst.

Übungen

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