Emotionale Erregung vor und während des Problemlösens managen

Eine kurze Beruhigungsstrategie nutzen, wenn Emotionen zu hoch sind, um Probleme wirksam zu lösen.

Why it works

Hohe emotionale Erregung verengt den kognitiven Fokus und reduziert die Arbeitsgedächtniskapazität, was die generativen und bewertenden Schritte des Problemlösens erschwert. PST schließt ausdrücklich Emotionsregulationstechniken ein, nicht um Emotionen zu umgehen, sondern um die Erregung auf ein Niveau zu bringen, bei dem die kognitiven Komponenten des Problemlösens funktionieren können.

How to do it

  1. Bewerte vor Beginn von PST die emotionale Erregung auf einer Skala von 1–10.
  2. Bei über 7 nutze einen kurzen Regulator: langsames Atmen (4 Zählzeiten ein, 6 aus), ein 5-minütiger Spaziergang oder eine kurze Erdungsübung.
  3. Kehre erst zu PST zurück, wenn die Erregung bei 5 oder darunter liegt.
  4. Nutze Emotionsregulation nicht, um PST zu vermeiden – das Ziel ist, es zu ermöglichen, nicht zu ersetzen.

Evidenz

Die Einbindung von Emotionsregulation in PST ist in Nezus Protokoll explizit; die Begründung wird durch Forschung zu Arbeitsgedächtnis und kognitiver Last gestützt, die zeigt, dass emotionale Erregung die für wirksames Problemlösen nötige Exekutivfunktion beeinträchtigt. (mechanistic)

Die spezifischen Emotionsregulationstechniken in PST werden nicht isoliert getestet; die Begründung stützt sich auf die breitere kognitiv-emotionale Literatur.

Quellen

  • Eysenck et al. (2007), anxiety and performance, Perspectives on Psychological Science (attentional control theory)

Häufiger Fehler

Emotionsregulation als Grund zu nutzen, das Problemlösen auf unbestimmte Zeit zu verschieben – „ich muss mich beruhigt fühlen, bevor ich mich damit befassen kann“ kann zur Vermeidung werden, wenn die Beruhigungsschwelle zu hoch gesetzt wird.

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