Das Problem präzise definieren, bevor man es löst

Eine konkrete, spezifische Problemaussage schreiben – die meisten Menschen versuchen, vage Probleme zu lösen.

Why it works

Vage Probleme (sich überwältigt fühlen, es läuft nicht) erzeugen vage Lösungen. Eine präzise Problemaussage verengt den Lösungssuchraum, macht Fortschritt messbar und reduziert die kognitive Last, alles auf einmal lösen zu wollen. Der Definitionsschritt trennt auch Fakten von Annahmen, was häufig offenbart, dass das Problem kleiner oder anders ist als das gefühlte Erleben davon.

How to do it

  1. Schreibe das Problem in einem Satz mit konkreten, verhaltensbezogenen Begriffen: „Ich habe drei diesen Monat fällige Rechnungen nicht bezahlt“ statt „Ich bin eine finanzielle Katastrophe.“
  2. Trenne die Situation (Fakten) von deiner Bewertung dazu (Interpretationen und Emotionen).
  3. Identifiziere, welcher Aspekt des Problems tatsächlich in deiner Kontrolle liegt, um ihn zu ändern.
  4. Setze ein realistisches Ziel: „Wie würde ein ausreichend gutes Ergebnis aussehen?“

Evidenz

Problemdefinition ist eine Standardphase in PST-Protokollen mit RCT-Evidenz; die Bedeutung klarer Problemdefinition ist auch in der Problemlöseliteratur der Kognitionspsychologie und Entscheidungswissenschaft etabliert. (clinical)

Die Problemdefinitionsphase ist in PST-Pakete eingebettet; ihren eigenständigen Beitrag zu den Ergebnissen zu isolieren ist methodisch anspruchsvoll.

Häufiger Fehler

Die emotionale Reaktion in die Problemdefinition einzuschließen („ich fühle mich schrecklich wegen X“) – das Problem ist die situative Realität, nicht das Gefühl; die Situation zu lösen ist das Ziel.

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