Das Ergebnis bewerten und anpassen

Nach der Umsetzung ehrlich einschätzen, was funktioniert hat, was nicht, und was als Nächstes zu tun ist.

Why it works

Ergebnisbewertung schließt die PST-Lernschleife: Ohne sie wird ein Teilerfolg als Scheitern erlebt, und ein Scheitern liefert keine umsetzbare Information. Strukturierte Ergebnisüberprüfung lehrt Menschen, spezifische Lektionen zu ziehen („das Timing war falsch, nicht meine Fähigkeit“), was die Selbstwirksamkeit beim Problemlösen schrittweise aufbaut, statt die Ergebnisinterpretation der depressiven Verzerrung zu überlassen.

How to do it

  1. Beurteile am Überprüfungspunkt: Hat die Lösung das Ziel erreicht, teilweise oder vollständig?
  2. Falls ja: Notiere, was funktioniert hat, und betrachte das Problem als gelöst oder bereit für die nächste Stufe.
  3. Falls nein: Diagnostiziere, ob die Problemdefinition, die Lösung oder die Umsetzung der Scheiterungspunkt war.
  4. Kehre zur passenden Stufe zurück – neu definieren, falls sich das Problem geändert hat, neue Lösungen generieren, falls die gewählte scheiterte.

Evidenz

Ergebnisbewertung und iterative Verfeinerung sind im PST-Protokoll verankert; die Lernschleifenstruktur stimmt mit kontrolltheoretischen Modellen der Selbstregulation überein, und das vollständige PST-Protokoll einschließlich Bewertung zeigt RCT-Nutzen bei Depression. (clinical)

Die Bewertungsphase wird selten isoliert getestet; ihr Beitrag zu den PST-Ergebnissen relativ zu den anderen Phasen wird in veröffentlichten Studien nicht zerlegt.

Quellen

  • Nezu, Nezu & D’Zurilla (2013), Problem-Solving Therapy: A Treatment Manual

Häufiger Fehler

Teilerfolg als vollständiges Scheitern zu behandeln und den Ansatz aufzugeben – PST ist iterativ konzipiert; der erste Lösungsversuch erfordert erwartungsgemäß Verfeinerung.

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