Lösungen nach Kosten, Nutzen und Passung bewerten

Jede Lösung nach Erfolgswahrscheinlichkeit, persönlichen Kosten und Übereinstimmung mit deinen Werten bewerten.

Why it works

Emotionsgetriebene Entscheidungsfindung bei Depression neigt zu Worst-Case-Ergebnissen und unterschätzt die eigene Bewältigungsfähigkeit. Strukturierte Bewertung führt eine ausgewogenere Einschätzung ein, indem sie explizit verlangt, dass Nutzen, nicht nur Kosten, berücksichtigt werden. Der Prozess legt auch implizite Werte und Zwänge offen, die sonst die Lösungswahl unbewusst verzerren würden.

How to do it

  1. Bewerte jede Lösung auf einer einfachen 1–5-Skala für: Wahrscheinlichkeit, das Problem zu lösen, persönliche Kosten (Zeit, Geld, Unbehagen) und Übereinstimmung mit deinen Werten.
  2. Erstelle eine Kurzliste der zwei oder drei am besten bewerteten Optionen.
  3. Überlege für jede kurz: Was könnte schiefgehen, und ist das akzeptabel?
  4. Wähle die Lösung, die Wirksamkeit, Machbarkeit und Passung am besten ausbalanciert – nicht die „perfekte“.

Evidenz

Strukturierte Entscheidungsfindung ist ein Bestandteil von PST-Protokollen mit RCT-Unterstützung; der Multi-Kriterien-Bewertungsansatz stimmt mit der Multi-Attribut-Entscheidungstheorie und klinischer Entscheidungsforschung überein. (clinical)

Die spezifischen Bewertungsskalen variieren zwischen PST-Umsetzungen; kein einzelnes Bewertungsformat hat sich in klinischen Studien als überlegen erwiesen.

Häufiger Fehler

Die Lösung mit dem geringsten Unbehagen statt der größten Wirksamkeit zu wählen – der Bewertungsschritt sollte auf das genannte Ziel optimieren, nicht auf die Vermeidung von Angst.

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