Interozeptive Sprossen für körperliche Angst hinzufügen

Fürchtet man die körperlichen Empfindungen der Angst selbst, Expositionen einschließen, die sie bewusst auslösen.

Why it works

Viele Angststörungen, besonders Panik, beinhalten Angst vor inneren Empfindungen – Herzrasen, Schwindel, Atemlosigkeit – statt nur äußerer Situationen. Interozeptive Exposition löst diese Empfindungen bewusst aus (durch Drehen, Luftanhalten oder Sport) in einer kontrollierten Umgebung, sodass das Gehirn lernt, dass die Empfindung, losgelöst vom ursprünglichen Auslöser, harmlos ist.

How to do it

  1. Identifizieren, welche körperlichen Empfindungen am meisten gefürchtet werden: Herzfrequenz, Atemlosigkeit, Schwindel, Kribbeln.
  2. Eine Übung finden, die jede zuverlässig erzeugt (z. B. Drehen für Schwindel; Luftanhalten für Atemlosigkeit).
  3. Diese als Sprossen zur Leiter hinzufügen, nach Belastung geordnet.
  4. Die Auslösung durchführen, die Empfindung ohne Flucht ertragen und bewerten, bis die SUDs fallen.

Evidenz

Interozeptive Exposition ist ein Kernbestandteil von Panik-Behandlungsprotokollen und hat solide RCT-Evidenz für Panikstörung, bei der die Angst vor Empfindungen zentral ist. Eine randomisierte kontrollierte Studie (Deacon et al., 2013) zeigt, dass die Strukturierung interozeptiver Exposition zur Optimierung inhibitorischen Lernens deren Wirksamkeit verbessert, und Boettcher et al. (2016) verfolgen ihre Ursprünge und klinische Begründung. (rct)

Am relevantesten für Panikstörung; bei anderen Angsttypen könnte körperliche Angst weniger ausgeprägt und interozeptive Sprossen weniger notwendig sein.

Quellen

  • Craske & Barlow (2008), Mastery of Your Anxiety and Panic — interoceptive exposure component
  • Deacon, B., Kemp, J. J., Dixon, L. J., Sy, J. T., Farrell, N. R., & Zhang, A. R. (2013). Maximizing the efficacy of interoceptive exposure by optimizing inhibitory learning: A randomized controlled trial. Behaviour Research and Therapy, 51(9), 588–596. https://doi.org/10.1016/j.brat.2013.06.006
  • Boettcher, H., Brake, C. A., & Barlow, D. H. (2016). Origins and outlook of interoceptive exposure. Journal of Behavior Therapy and Experimental Psychiatry, 53, 41–51. https://doi.org/10.1016/j.jbtep.2015.10.009

Häufiger Fehler

Interozeptive Sprossen überspringen, weil sie „albern wirken“ oder „keine echten Ängste sind“, obwohl körperliche Empfindungen für viele Menschen mit Panik der primäre Treiber des Vermeidungskreislaufs sind.

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